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23/06/2018 22:51 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 10:05 CEST

Deutschland – Schweden: So erklärt Löw die Ausbootung von Mesut Özil

"Man kann nicht immer mit der gleichen Mannschaft spielen."

  • Normalerweise spielt er immer, dieses Mal jedoch nicht: Mesut Özil fehlte in der Startelf gegen Schweden.
  • Bundestrainer Joachim Löw ließ hinterher aber keinen Zweifel daran, dass der Mittelfeld-Star wieder spielen wird.
  • Im Video oben seht ihr, welche Botschaft Mesut Özil nach dem Spiel aus der Kabine sandte. 

Erstmals also ohne ihn: Als die deutsche Nationalmannschaft am Samstagabend den Rasen in Sotschi betrat, um gegen Schweden anzutreten, war Mesut Özil nicht dabei. Das hatte es seit Jahren bei einer WM oder EM nicht gegeben.

Der Arsenal-Star mit dem feinen Passfüßchen gilt als einer der gesetzten Spieler im Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Doch dieses Mal musste Özil auf der Bank Platz nehmen.   

► Nach dem Spiel und dem etwas glücklichen Sieg gegen leidenschaftliche Schweden erklärte Jogi Löw, warum Özil nicht spielte. 

Löw lobt Özil

► Es liege nicht am Konkurrenzkampf. “Man kann nicht immer mit der gleichen Mannschaft spielen”, betonte Löw. “Heute war eben so ein Tag, wo ich entschieden habe, er bleibt erstmal draußen.”

Natürlich hatte die Entscheidung von Löw, auf seinen Mittelfeldmann zu verzichten, für Diskussionen gesorgt.

Screenshot / ARD
Wie immer die Ruhe in Person: Joachim Löw.

► Lag es an der schwachen Leistung gegen Mexiko?

► Lag es an dem Eklat um das Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der immer noch im Hintergrund schwelt?

Löw ging nicht darauf ein. Vielmehr stärkte er Özil den Rücken. Dass Özil also wieder in den Kader rückt – daran ließ er keinen Zweifel. Der Bundestrainer sagte: “Mesut werden wir brauchen mit seiner Kreativität.” 

Özil schickt eine Botschaft an die Fans

Özil schickte auch eine Botschaft nach Abpfiff nach dem Sieg seiner Mannschaft. “Was! Für! Ein! Kampf!”, schrieb er auf dem Online-Dienst Instagram. 

Auf dem Foto waren er und Marco Reus zu sehen – also ausgerechnet der Spieler, der für ihn auf dem Rasen gestanden hatte. 

► “Wir sind ein Team – auf und abseits des Platzes. Was auch immer die anderen sagen”, schrieb Özil noch. Zuletzt hatte es Gerüchte über eine “Grüppchenbildung” im Kader gegeben. 

Die deutsche Mannschaft wollte an diesem Tag ein Zeichen setzen: Das sind nur Gerüchte. 

(ujo)