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03/07/2018 15:40 CEST | Aktualisiert 02/08/2018 09:19 CEST

Nationalspieler packen aus: So kam es zum WM-Debakel in Russland

Es gab Spannungen zwischen etablierten und jungen Spielern.

  • Die Ursachenforschung für das historische WM-Aus Deutschlands läuft auf Hochtouren.
  • Ein Medienbericht belastet jetzt Löw und Bierhoff schwer.

Hat die Sorglosigkeit von Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff zum historischen Aus Deutschlands in der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft geführt? Das legt ein Bericht der Tageszeitung “FAZ“ nahe, der sich auf zwei DFB-Insider und auch auf Stimmen der Nationalspieler beruft.

Spannungen zwischen etablierten und jungen Spielern

Innerhalb des Teams gab es offensichtlich Kritikpunkte. So heißt es im Artikel, die jüngeren Spieler hätten zwar “richtig Gas” gegeben, dennoch seien ihre Leistungen nicht gewürdigt worden.

Für Unverständnis habe auch das blinde Vertrauen zu Manuel Neuer geführt, obwohl dieser nach langer Verletzung zur Nationalmannschaft gestoßen sei.

Die “FAZ“ berichtet außerdem, dass es im Team Spannungen zwischen den etablierten und den jungen Spieler gegeben habe. Die Älteren seien teilweise arrogant und unnahbar aufgetreten.

Saudi-Arabien und Österreich hätten nicht zum deutschen Spielstil gepasst

Auch wurde Kritik laut, dass die Testspielgegner Saudi-Arabien und Österreich nicht zum Spielstil der deutschen Gruppengegner gepasst hätten. 

Oder der Besuch der Bundeskanzlerin – ein ungünstiger Zeitpunkt, da er einen Tag vor der Kaderentscheidung stattfand.

Die sportliche Leistung habe nicht im Fokus gestanden

Ein weiterer Vorwurf der Insider: Die sportliche Führung habe sich nicht genügend um die Gemeinschaft der Mannschaft gekümmert. Die sportliche Leistung habe nicht im Fokus gestanden.

Ebenso die Erdogan-Affäre um Mesut Özil: Es sei ein fatales Signal gewesen, dass Özil nicht am obligatorischen Medientag teilgenommen habe.

Ein Insider sagte der “FAZ”: “Wenn man so etwas durchgehen lässt, dann macht am Ende jeder in der Mannschaft, was er will – auch auf dem Platz“.

(nmi)