POLITIK
12/03/2018 06:05 CET | Aktualisiert 12/03/2018 11:54 CET

Nach Hartz-IV-Äußerung: Linke fordert, dass Spahn nicht Minister wird

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Im Video oben seht ihr eine emotionale Rede von Jens Spahn in der er sagt: „Deutschland geht es so gut wie lange nicht“


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Die Linke im Bundestag hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert den CDU-Politiker Jens Spahn nicht wie geplant zum Gesundheitsminister zu machen. Die Fraktion begründete dies mit Spahns Äußerung, Hartz IV bedeutet nicht Armut.

 

► Der Parlamentarische Geschäftsführer der Linken, Jan Korte, nannte die Äußerung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur “kaltherzig und abgehoben”, Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sprach gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” von einer “arroganten Belehrung”.

 

► Grünen-Chef Robert Habeck warf Spahn in der “Bild”-Zeitung am Montag vor, sich ”überheblich” geäußert zu haben.

Darum ist die Kritik an Spahn bemerkenswert: 

Spahn hatte mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Essener Tafel gesprochen und gesagt, niemand müsse in Deutschland hungern, wenn es die Tafeln nicht gebe. Und: Hartz IV bedeute nicht Armut, sondern sei die Antwort der Solidargemeinschaft auf Armut.

 

► Spahn ist für seine provokanten Äußerungen bekannt, nun hat der CDU-Politiker bereits für eine Kontroverse gesorgt, bevor er überhaupt als Gesundheitsminister vereidigt ist. 

 

Welche Reaktionen es zu Spahn noch gibt: 

Wirtschaftswissenschaftler und DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte der “Bild”: “Hartz IV be­deu­tet nicht un­be­dingt, von Armut be­droht zu sein. Aber vie­len Men­schen, die Hartz be­zie­hen, fehlt die so­zia­le und ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be.”

Wirtschaftswissenschaftler und DIW-Präsident Marcel Fratzscher sagte der “Bild”: “Hartz IV be­deu­tet nicht un­be­dingt, von Armut be­droht zu sein. Aber vie­len Men­schen, die Hartz be­zie­hen, fehlt die so­zia­le und ge­sell­schaft­li­che Teil­ha­be.”

(lp)