POLITIK
22/02/2019 11:00 CET | Aktualisiert 22/02/2019 11:03 CET

Italien: Lega Nord arbeitete laut Bericht an schmutzigem Wahlkampf-Deal mit Putin

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NurPhoto via Getty Images
Italiens Innenminister und Vorsitzender der Lega Nord: Matteo Salvini. 

► Die populistische Partei Lega Nord hat laut einem Bericht der italienischen Zeitung “L’Espresso” an einem schmutzigen Deal mit der russischen Regierung gearbeitet, um russische Gelder für den EU-Wahlkampf zu kassieren.  

► “L’Espresso” schreibt von einem Deal, den Gianluca Savoini, ein Vertrauter und ehemaliger Pressesprecher des Lega-Vorsitzenden und Innenminister Matteo Salvini, in Moskau eingefädelt habe. 

► Dieser sah laut der Zeitung einen Verkauf von russischen Dieselbenzin im Wert von drei Millionen Euro an eine italienische Firma vor. Im Gegenzug sollte die Lega Nord von Russland eine ähnlich hohe Summe für den Wahlkampf bekommen. 

Die Details zu den Vorwürfen gegen die Lega und Salvini: 

Savoini sei mehrfach in Russland gewesen und habe auch Lega-Chef Savini bei offiziellen Staatsbesuchen in das Land begleitet. Die Verhandlungen über den Deal seien im vergangenen Juli gestartet – am 18. Oktober sei dieser dann bei einem Treffen im Metropol Hotel in Moskau konkretisiert worden. 

► Bei diesem Treffen soll Savoini laut “L’Espresso” mit russischen Verhandlern abgesprochen haben, dass russisches Geld an die Lega Nord fließen sollte. 

“L’Espresso” schreibt, dass nicht klar sei, ob der Deal tatsächlich abgeschlossen und durchgezogen wurde. Dass er verhandelt wurde, sei jedoch durch E-Mails, Reisen und mehrere Treffen belegt.

Die Zeitung hat so etwa ein Foto abgedruckt, das Salvini-Handlanger Savioni im Saal des Moskauer Metropol Hotels zeigt. Am Tisch sitzen weitere Männer, das Foto soll wohl die Verhandlungen über den Diesel-Deal zeigen. 

(lp)