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28/03/2018 20:23 CEST | Aktualisiert 28/03/2018 20:23 CEST

IT-Komplexität kaum noch kontrollierbar

CIOs brauchen mehr Übersicht und Performance

Die IT-Komplexität steigt ständig. Dadurch drohen Transparenz und Kontrolle über die Prozesse verloren zu gehen. Die IT, das Herzstück aller Unternehmen, wird undurchsichtiger, Apps schwerer überwachbar. Doch wie groß ist das Problem wirklich, sind wir schon „Lost in the Cloud“?

Bereits jetzt verbringen IT-Teams weltweit 29 Prozent (in Deutschland 28%) ihrer Zeit mit Performance-Problemen. Dies kostet jedes Unternehmen im Durchschnitt 2,5 Millionen US-Dollar (in Deutschland 2,1 Millionen US-Dollar) jährlich. Das ergab eine aktuelle Umfrage von Dynatrace.

70 Prozent der deutschen und 76 Prozent der weltweiten CIOs glauben, dass die steigende IT-Komplexität es bald unmöglich machen wird, die digitale Performance effektiv zu kontrollieren.

Immer mehr IT-Komponenten sind im Spiel

Schon eine einzige webbasierte oder mobile Transaktion nutzt heute durchschnittlich 35 verschiedene Systeme oder Komponenten. Vor fünf Jahren waren es noch 22. In Deutschland hat sich diese Anzahl von 12 auf 29 sogar mehr als verdoppelt.

Viele neue komplexe Technologien werden in Deutschland eingesetzt

Dieses Wachstum setzt sich weiter fort, da weltweit 53 Prozent (in Deutschland 56%) der CIOs in den kommenden 12 Monaten weitere Technologien einführen. Obwohl in Deutschland Multi-Cloud (84%), Microservices (76%) und Container (69%) bereits leicht überdurchschnittlich genutzt werden, wollen die CIOs diese Technologien im nächsten Jahr noch stärker als ihre internationalen Kollegen ausbauen.

IT-Kontrolle gelingt nur mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung

Zur Kontrolle der steigenden IT-Komplexität halten 81 Prozent KI für geschäftskritisch. 83 Prozent nutzen bereits oder installieren in den kommenden zwölf Monaten KI-Lösungen, in Deutschland 85%. Allerdings setzen in Deutschland erst 65% KI im Kontext der Bewältigung von IT-Komplexität ein.

Über die Umfrage zum Thema „Lost in the Cloud“:

Die Studie „Tackling Hyper-Complexity in a Cloud Native World“ basiert auf einer weltweiten Umfrage unter 800 CIOs großer Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Sie wurde von Vanson Bourne im Auftrag von Dynatrace durchgeführt. Die Befragung lief in den USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und China sowie Australien, Brasilien, Mexiko und Singapur. Die Einzelergebnisse können hier bezogen werden.

Weitere Details aus der Studien im Überblick

· 76 Prozent (in Deutschland 70%) der CIOs sagen: Durch die Multi-Cloud wird es besonders schwierig, den Einfluss von Cloud Services aus Sicht der Kunden und Anwender (CX/UX) zu kontrollieren

· 72 Prozent (in Deutschland 64%) sagen: Die IT benötigt sehr viel Zeit für das Monitoring verschiedener Cloud-Umgebungen, wenn sie neue Services installiert

· 72 Prozent (in Deutschland 75%) sagen: Das Monitoring der Performance von Microservices in Echtzeit ist beinahe unmöglich

· 84 Prozent (in Deutschland 80%) sagen: Die Dynamik von IT-Containern in der Cloud erschwert es sehr, ihren Einfluss auf die Anwendungsperformance zu verstehen

CIOs müssen wissen, welchen Einfluss die Cloud auf die Unternehmensprozesse hat

Als größte Herausforderungen bei der Verwaltung von Microservices und Containern gelten die Konfiguration und Wartung von Performance Monitoring (56%) sowie die Ermittlung der Service-Abhängigkeiten und -Interaktionen (54%). So haben vier von fünf CIOs Probleme, die technischen Metriken der digitalen Performance mit deren Einfluss auf die Geschäftstätigkeiten abzubilden.

IT steht zeitlich unter Druck und muss mit wenig Mitarbeitern auskommen

Dabei sagen 74 Prozent der Befragten, dass die IT unter zu großem Druck steht, die oft unrealistischen Erwartungen von Fachabteilungen und Anwendern zu erfüllen. 78 Prozent glauben, dass es immer schwieriger wird, die dafür benötigte Zeit und die entsprechenden Kapazitäten zu finden.

Abhilfe schafft ein modernes, automatisierter IT-Monitoring mit KI-Komponenten. Eine APM-Lösung (Application Performance Management) zeigt die Zusammenhänge zuverlässig auf, visualisiert die IT-Landschaft, berichtet über Abhängigkeiten und Flaschenhälse und überwacht die digitale Performance. Probleme lassen sich damit schnell finden und beheben.