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03/01/2018 14:04 CET | Aktualisiert 03/01/2018 14:18 CET

Proteste im Iran: Erdogan schlägt sich auf die Seite des Regimes

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Costas Baltas / Reuters
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan

Angesichts der Proteste im Iran hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan seinem iranischen Amtskollegen Hassan Rohani in einem Telefongespräch seine Unterstützung zugesagt.

Das ist passiert: 

► Im Iran beginnt das Regime, immer härter gegen Demonstranten vorzugehen – jede Nacht gibt es Tote und hunderte Festnahmen. 

► Nun hat sich der türkische Präsident hinter die iranische Regierung gestellt.

► Laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu habe Erdogan im Gespräch mit Irans Präsidenten Hassan Rohani deutlich gemacht, dass er dessen Auffassung teile, wonach sich Demonstranten an die Gesetze halten müssten.

Darum ist es wichtig: 

Es ist eine merkwürdige Allianz des sunnitischen Machthabers Erdogan mit dem schiitischen Geistlichen Rohani, die eigentlich keine natürlichen Verbündeten sind. 

Für die Türkei sei der “Schutz des gesellschaftlichen Friedens und der Stabilität des Irans” wichtig, sagte Erdogan laut Anadolu. Rohani habe geantwortet, er hoffe, dass die Proteste in einigen Tagen vorbei seien.

Was ihr noch wissen müsst: 

Die Einigkeit zwischen Erdogan und Rohani erklärt eine Aussage des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu.

Der sagte der Zeitung “Hürriyet” zur Lage im Iran: “Wir sind gegen jegliche Einmischung von außen.”

► Gemeint waren damit US-Präsident Donald Trump und Israels Präsident Benjamin Netanjahu – erklärte Gegner sowohl der Türkei als auch des Irans. 

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