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17/05/2018 10:16 CEST | Aktualisiert 17/05/2018 11:51 CEST

Internationaler Tag gegen Homophobie: Menschenrechtskomissarin fordert mehr Schutz

"Sollten dieselben Freiheiten und denselben Schutz genießen wie jeder andere auch."

Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) längst Überfälliges: Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.

Der 17. Mai wurde daraufhin zum Internationalen Tag gegen Homophobie ausgerufen.

Hass auf Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle ist in Europa aber erschreckend weit verbreitet.

In vielen europäischen Ländern hinderten Vorurteile und Gewalt Homosexuelle und Transsexuelle daran, frei und sicher zu leben, erklärte Dunja Mijatovic, Menschenrechtskommissarin des Europarates, am Mittwoch.

2017 sei ein besonders schwieriges Jahr gewesen. In Tschetschenien beispielsweise seien mehr als 100 schwule Männer eingesperrt oder entführt worden. In Gefangenschaft seien sie Opfer von schweren Misshandlungen und Demütigungen geworden.

Dieselben Freiheiten und denselben Schutz wie jeder andere auch

Auch in Aserbaidschan seien einige Schwule und Transgender-Personen aufgegriffen worden, erklärte Mijatovic. Sie wurden demnach geschlagen und erzwungenen medizinischen Untersuchungen unterzogen.

Das seien jedoch nur besonders drastische Beispiele für ein verbreitetes Problem.

Mijatovic forderte die politischen Führer der 47 Mitgliedstaaten des Europarats auf, mehr zum Schutz von Homo- und Transsexuellen zu unternehmen.

Diese forderten keine neuen oder zusätzliche Rechte. “Sie sollten dieselben Freiheiten und denselben Schutz genießen wie jeder andere auch.”

Die Kampagne Pink Triangle Issue setzt sich für den Schutz von LGBTQI ein.

Mit Material von dpa.