POLITIK
05/12/2018 12:57 CET

Internationale Studie: Zahl der Terroropfer ist weltweit erheblich gesunken

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NurPhoto via Getty Images
Ein irakischer Soldat in der Stadt Mossul. 

► Die Zahl der Terroropfer ist weltweit deutlich zurückgegangen. 2017 starben bei Anschlägen 18.814 Menschen – und damit 27 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

► Das geht aus dem globalen Terrorismus-Index des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP) hervor.

► Im Vergleich zu 2014 ging die Opferzahl sogar um 44 Prozent zurück. Besonders im Irak und in Syrien habe sich die Lage wegen des Rückzugs der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verbessert.

Besonders in Europa geht die Zahl der Anschläge zurück: 

In Europa sei die Zahl der Toten durch Terroranschläge von 168 (2016) auf 81 (2017) gesunken, heißt es in dem am Mittwoch in London veröffentlichten Report.

► Besonders stark sei der Rückgang unter anderem in Deutschland, Frankreich und Belgien gewesen. 

Hierfür gebe es mehrere Gründe, sagte Steve Killelea von der Denkfabrik. So habe der IS an Attraktivität verloren und Techniken zur Beobachtung von Verdächtigen seien besser geworden.

An dieser Orten hat die Anzahl der Terroropfer zugenommen: 

Allerdings gibt es nicht nur gute Nachrichten: Großbritannien, Spanien, Schweden, Finnland und Österreich verzeichneten dem Report zufolge mehr Terroropfer. In Nordamerika und Westeuropa habe die Gefahr gerade durch rechtsgerichtete Täter zugenommen.

Besonders schlimm traf es laut dem Report im vergangenen Jahr Somalia. Ein Attentäter hatte sich in einem Lastwagen an einem Verkehrsknotenpunkt in der Hauptstadt Mogadischu in die Luft gesprengt.

Fast 600 Menschen starben nach Angaben des IEP. Die Regierung machte die radikal-islamische Al-Shabaab-Miliz dafür verantwortlich.

Das IEP gibt jedes Jahr den globalen Terrorismus-Index heraus. Zudem veröffentlicht das Institut auch den weltweiten Friedens-Index.

(jg)