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24/08/2018 14:00 CEST | Aktualisiert 24/08/2018 14:10 CEST

Brandenburg: Ministerium spricht von "Feuerteufel" – Brandstiftung könnte Ursache sein

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ullstein bild via Getty Images
Feuerwehrmänner versuchen den Waldbrand in Brandenburg zu löschen. 

► Das Innenministerium von Brandenburg schließt Brandstiftung als mögliche Ursache für den verheerenden Waldbrand nicht aus. Das sagte Lothar Wiegand, stellvertretender Pressesprecher des Innenministeriums, der HuffPost. 

► ”Brandstiftung kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Hier in der Nähe, in Jüterbog, treibt sich ein Feuerteufel rum, ein Brandstifter, der hier seit einigen Wochen sein Unwesen treibt.”

► Brandstiftung war 2017 deutschlandweit die häufigste bekannte Brandursache. 129 Waldbrände auf 31 Hektar wurden vorsätzlich herbeigeführt, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mitteilt. 

► Aber noch eine andere Ursache für den Waldbrand hält Wiegand für sehr wahrscheinlich: Auch eine aus dem Fenster geworfene Zigarettenkippe könnte den Brand ausgelöst haben. “Sehr viele Brände werden leider dadurch ausgelöst, dass jemand eine noch brennende Zigarettenkippe aus dem Fenster wirft. Bürger sollten deshalb auf keinen Fall Zigarettenkippen aus dem Fenster werfen. Kippen sind Brandsätze, das sollte jeder in Brandenburg wissen.”

Der Hintergrund des Brands: 

Bereits am Donnerstagabend hatte sich der Brand in Brandenburg über eine Fläche von 300 Hektar ausgebreitet und war teilweise nur hundert Meter von drei Dörfern entfernt. Diese wurden mittlerweile evakuiert. In der Nacht zum Freitag brannten dann rund 400 Hektar Land. 

► Mehrere hundert Feuerwehrleute, Wasserwerfer und Hubschrauber sind im Einsatz. 

Bis zum frühen Freitagmorgen ist es diesen gelungen, die drei evakuierten Dörfer vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Die ersten Bewohner kehren in ihre Dörfer zurück. 

► Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt, sagte Wiegand. “Die Lage ist noch immer sehr brisant. Die Gefahr ist noch nicht gebannt. Es ist trocken, es weht ein starker Wind und Regen ist nicht in Sicht. So eine lange Trockenheit wie jetzt hatten wir lange nicht in Brandenburg.”

(ll)