POLITIK
26/02/2019 08:56 CET

Indien fliegt Luftangriff in Pakistan: "Große Anzahl" Terroristen getötet

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MONEY SHARMA via Getty Images
Indiens Außenminister Vijay Keshav Gokhale bei einer Pressekonferenz.

Indien hat nach eigenen Angaben ein Terroristencamp im pakistanischen Teil Kaschmirs angegriffen. Dabei sei in der Nacht “eine sehr große Anzahl” Angehöriger der islamistischen Terrorgruppe Jaish-e-Mohammed getötet worden, darunter auch einige Anführer, teilte das Außenministerium am Dienstag in der Hauptstadt Neu Delhi mit.

► Die seit Jahren in Indien aktive Gruppe hatte den Anschlag am 14. Februar im indischen Teil Kaschmirs für sich reklamiert, bei dem 40 Angehörige einer indischen paramilitärischen Polizeitruppe getötet worden waren.

► Der pakistanische Außenminister, Shah Mehsood Qureshi, sprach nach einer Sondersitzung im Außenministerium von einer Verletzung der De-facto-Grenze durch Indien. “Ich würde es eine schwerwiegende Aggression nennen”, sagte er.

► “Pakistan behält sich das Recht auf Selbstverteidigung und eine angemessene Reaktion vor.” Pakistans Ministerpräsident Imran Khan habe eine Dringlichkeitssitzung einberufen, sagte Qureshi weiter.

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Seit Jahren hatte es keine Luftangriffe zwischen den verfeindeten Atommächten gegeben. Auf einen Angriff auf einen Militärstützpunkt im indischen Teil Kaschmirs mit 19 toten Soldaten hatte Indien im September 2016 nach eigenen Angaben mit einem “chirurgischen Schlag” von Bodentruppen auf pakistanischer Seite der Kontrolllinie geantwortet.

Das indische Außenministerium sprach von einer “nicht-militärischen Präventivaktion” und bestätigte nicht, dass die Luftwaffe diese ausgeführt hatte.

Es habe glaubwürdige Informationen gegeben, dass Jaish-e-Mohammed weitere Anschläge in Indien plante, hieß es aus Neu Delhi. Daraufhin sei das größte Ausbildungslager der Gruppe im Ort Balakot angegriffen worden. Balakot liegt in der Nähe der sogenannten Kontrolllinie, die die jeweils von Indien und Pakistan beherrschten Teile Kaschmirs voneinander trennt.