POLITIK
07/08/2018 07:25 CEST | Aktualisiert 07/08/2018 14:46 CEST

Notfallplan der Regierung: In Teilen Deutschlands wird Trinkwasser knapp

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dpa
Jan Herbert von der Freiwilligen Feuerwehr dreht beim Einrichten einer Notleitung zur Trinkwasserversorgung in Kelkheim einen Hydranten auf.

► Schon seit Wochen ächzt das Land unter Temperaturen von weiter über 30 Grad Celsius. In Folge der langanhaltenden Trockenheit ist auch der Wasserbedarf in einigen Teilen des Landes rapide gestiegen.

► Die Folge: Trinkwasserknappheit. In zwei Stadtteilen der hessischen Kleinstadt Kelkheim herrscht bereits Wassernot, die örtliche Feuerwehr richtete dort Notleitungen zur Trinkwasserversorgung ein. Betroffen sind rund 3500 Einwohner. 

Die dortige Stadtverwaltung schreibt: Die Brunnen “sind so gut wie erschöpft und können die Trinkwasserversorgung nicht mehr lange sicherstellen”. Aus diesem Grunde solle Wasser “nur noch für den persönlichen Bedarf” entnommen werden.

► Laut “Bild” lässt die Bundesregierung derzeit einen Notfallplan erarbeiten, falls auch in anderen Orten das Trinkwasser knapp werden sollte.

Darum ist die Meldung über Wasserknappheit wichtig:

Vielerorts ist die Versorgung mit Trinkwasser zwar noch nicht gefährdet, wie auch eine Sprecherin der Kreisverwaltung Cochem-Zell betonte. 

► Aber: “Der Verbrauch wird von Tag zu Tag mehr.” Aufrufe zum freiwilligen Wassersparen hätten nichts genützt.

 

 

Wegen der anhaltenden Trockenheit hatte die Kreisverwaltung an der Mosel deshalb bereits am Freitag die Notbremse gezogen: Wie in Kelkheim dürfen die Bürger im Kreis Cochem-Zell seitdem nicht mehr ihren Rasen bewässern.

Auch Wasser für öffentliche Grünflächen und für öffentliche sowie private Sport- oder Freizeitstätten ist tabu. Die Feuerwehren dürfen vorerst kein Wasser mehr für Übungen nutzen. Bürger, die diese Anordnung nicht einhalten, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen.