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11/10/2018 15:16 CEST | Aktualisiert 11/10/2018 15:25 CEST

"Ich half einer bedrohten Frau und verlor dadurch meine ganze Existenz"

Der gelernte Handwerker half einer Frau, die heftig bedrängt wurde.

  • Kai Lietz wollte nur Zivilcourage beweisen und einer Frau helfen, die von einem Mann bedrängt wurde.
  • Doch nun ist Lietz arbeitsunfähig – und schnelle Hilfe ist nicht in Sicht.
  • Oben im Video seht ihr die Geschichte von Kai Lietz.

Neujahr 2018 – Kai Lietz feiert Silvester in einer Berliner Cocktailbar. Doch auf dem Heimweg ändert sich sein Leben schlagartig.

Lietz sieht, wie ein Mann eine Frau an einer Hauswand bedrängt, sie festhält und sie anbrüllt.

Kai Lietz ist arbeitsunfähig

Lietz möchte nicht nur Zuschauen und mischt sich ein. Er fordert den Mann auf, die Frau in Ruhe zu lassen.

Das tut dieser auch – doch nur um seine Aggressionen gegen Kai Lietz zu richten.

Der Täter wirft Lietz zu Boden und fängt an, auf ihn einzutreten. Seitdem ist Kai Lietz arbeitsunfähig – er kann seine rechte Hand kaum noch bewegen.

Doch auf schnelle Hilfe kann der gelernte Handwerker nicht hoffen. Das Problem: Staatsanwaltschaft und Polizei haben die Ermittlungen bislang nicht weiter vorangetrieben.

Er lebt von 416 Euro im Monat

Um Opferhilfe zu bekommen, ist aber genau dies nötig.

Kai Lietz schildert im Gespräch mit Sat.1, dass seine Akte bei der Polizei verschwunden sei. Es gebe auch kein Aktenzeichen für seinen Fall.

Bislang bekommt der selbstständige Handwerker 416 Euro vom Amt. Das reicht nicht aus, um die laufenden Kosten und anfallenden Rechnungen zu begleichen.

Aus diesem Grund ist Kai Lietz auch wieder zu seinen Eltern gezogen.

Wie Kai Lietz jetzt geholfen werden kann, seht ihr oben im Video.

(chr)