GOOD
09/11/2018 13:47 CET | Aktualisiert 09/11/2018 14:51 CET

Soldat rettet Welpen im Krieg, 7 Monate später wird es emotional

"Eigentlich hat sie mich gerettet."

  • Bombenspezialist Sean Laidlaw ist vier Monate lang in Syrien stationiert gewesen.
  • Der Engländer traf dort auf Hündin Barrie; die beiden waren sofort ein Herz und eine Seele.
  • Nach seinem Einsatz war es allerdings für Laidlaw nicht einfach, Barrie zu sich zu holen, wie ihr auch im Video oben seht. 

Sean Laidlaw war in Syrien als Bombenentschärfer stationiert. Als der Brite eines Tages an einer Detonationsstelle ankam und die Überreste einer Explosion begutachtete, fand er Barrie.

Die Hündin saß winselnd in einem Trümmerhaufen und Laidlaw überlegte nicht lange: Er brachte ihr Essen, Wasser und nahm sie mit in ein sicheres Gebiet.

Barrie war scheu und ließ sich zuerst nicht anfassen. Aber nach nur drei Tagen fing sie an, Vertrauen zu ihrem Retter aufzubauen. Laidlaw fertigte sogar eine kleine kugelsichere Weste für den Welpen an, damit er ihn auf Missionen begleiten konnte.

Der Nachrichtenseite “Metro” erzählt er über seine Hündin: “Sie lebte mit mir, sie schlief in meinem Zimmer, ich trainierte sie. Sie kam mit mir zur Arbeit, saß immer auf dem Beifahrersitz, als ich nach Rakka fuhr.”

Die Heimkehr

Nach vier Monaten in Syrien allerdings wurde sein Vertrag aufgelöst, weshalb er nicht mehr zurück ins Kriegsgebiet musste.

Er war glücklich, wieder nach Hause zurückzukehren, doch der Gedanke, Barrie zurückzulassen, brach ihm das Herz. Und wie sich herausstellte, war der Prozess, Barrie nach England zu bringen, wahnsinnig aufwändig.

Erst kontaktiere Laidlaw “War Paws”, eine wohltätige Organisation im Irak, die sich auf das Ausreisen von Hunden aus Kriegsgebieten spezialisiert. Dann fing Laidlaw an, Spenden zu sammeln und konnte sagenhafte 5.160 Euro für sein Vorhaben zusammentragen.

Doch das war erst der Anfang der kleinen Odyssee. Erst musste Barrie in den Irak fliegen. Dort wurde sie durchgecheckt und bekam die nötigen Impfungen. Anschließend wurde sie nach Jordanien geflogen, wo sie über zwei Monate lang in Quarantäne verbringen musste.

Sieben Monate getrennt

Es waren inzwischen sieben Monate vergangen, seitdem sich Barrie und ihr Retter zum letzten Mal gesehen hatten. Als Barrie dann endlich ihre Reisefreigabe erhielt, wollte Laidlaw sofort zu ihr fliegen.

Glücklicherweise konnte Barrie noch eine Etappe mit zwei anderen Hunden nach Paris zurücklegen. Laidlaw fuhr also noch einmal 12 Stunden lang von Essex nach Paris, wo die beiden dann endlich wieder vereint waren.

Die Worte, die Laidlaw nach dem Wiedersehen für Barrie fand, sind herzzerreißend:

“Ich weiß, man könnte vermuten, ich habe ihr Leben gerettet. Aber eigentlich hat sie meins gerettet. Ich habe in einem Kriegsgebiet gearbeitet und war dann abends in meinem Zimmer allein. Sie zu haben, hat mich einfach einmal von allem abgelenkt, was ich dort tagsüber erleben musste.”

Barrie habe ihm ein Stück Normalität gegeben. Trotzdem war er nervös, bevor er sie vom Flughafen abholte. Würde sie noch der gleiche Hund sein, den er zurückgelassen hatte? Könne sie sich überhaupt an ein neues Zuhause gewöhnen?

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

How time flies 😂😂

Ein Beitrag geteilt von Sean Laidlaw (@sean_lilo) am

“Der Moment, in dem sie mich erkannte, war der schönste meines Lebens. Sie war immer noch genau derselbe Hund”, erzählte Laidlaw. Nun freut er sich einfach, sein Leben mit Barrie starten zu können.

(jr)