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07/12/2018 12:15 CET | Aktualisiert 07/12/2018 12:48 CET

Hund soll betäubt werden, doch wird eingeschläfert – nun klagt Frau Arzt an

Die Tierklinik weist sämtliche Vorwürfe von sich.

Bigandt_Photography via Getty Images
Ein kleiner Mops musste sterben.
  • Eine Besitzerin trauert um den Verlust ihres Mopses.
  • Sie ist sich sicher: Es handelt sich um einen Ärztefehler, der hätte verhindert werden können.

Heike Weidinger-Fischer ist sich sicher: Ihr Mops Coco wäre noch am Leben, wenn der behandelte Tierarzt keinen Fehler begangen hätte.

Das erzählt die 49-Jährige der “Bild”-Zeitung.

Denn eigentlich sollte ihr 10-jähriger Mops lediglich für eine Operation betäubt werden, stattdessen wurde er aber eingeschläfert.

Alles begann mit einer Routine-Untersuchung: Weidinger-Fischer brachte Hündin Coco und ihre Tochter für eine Impfung zum Tierarzt. Doch der merkte an, dass das Tier sofort operiert werden müsse. Coco habe etwas am Zahn gehabt, erzählte die 49-Jährige.

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Hund wurde Propofol gespritzt

“Er spritzte ihr Propofol, doch das Narkosemittel, an dem auch Michael Jackson starb, ging nicht in die Vene, sondern ins umliegende Gewebe,” sagte sie der Zeitung.

Die Frau bemerkte, wie es ihrem Hund mit jeder Minute schlechter ging. Ihre Bitte, das Tier zu intubieren, lehnte der Arzt ab. Stattdessen spritzte er dem Tier eine weitere Dosis des Narkosemittels. Kurz darauf verstarb Mops Coco.

Weidinger-Fischer war schockiert und konfrontierte die Klinikleitung damit. Die 49-Jährige erzählte: “Die sagten nur, man könne den Fall jetzt nicht mehr rekonstruieren. Und der behandelnde Arzt meinte, wir sollen uns doch ein neues Tier kaufen. Niemand entschuldigte sich.”

Die Familie ging zum Anwalt, doch bevor der Fall vor Gericht landete, lenkte die Versicherung des Arztes ein und überwies der 49-Jährigen 750 Euro.

Mit dieser Überweisung sei die Sache für die Klinik erledigt, sagte der Chef der Tierklinik der “Bild”.

(nmi)