ELTERN
03/09/2018 15:18 CEST

Krebs: Mutter postet Foto nach Mastektomie und wird von Tausenden gefeiert

"Schäme dich niemals für eine Narbe."

  • Eine Texanerin musste sich einer Mastektomie unterziehen, nachdem Brustkrebs bei ihr diagnostiziert worden war. 
  • Jetzt wird sie im Netz für ein Foto gefeiert, das zeigt, wie sie ihren neugeborenen Sohn mit der verbliebenen Brust stillt. 

Als die 32-jährige Bo Smith vor wenigen Tagen ein Foto bei Facebook postete, hätte sie nie damit gerechnet, dass so viele Menschen es sehen würden. Sie dachte, es würde vielleicht bei ein paar Freunden von Freunden ankommen.

Doch stattdessen verbreitete sich das Bild viral im Netz, Medien berichteten über Bo’s Geschichte und Tausende Fremde feierten sie für ihren Mut und ihre Kraft. Fast 18.000 Menschen gefällt Bo’s Foto auf Facebook, mehr als 5.000 Mal wurde es bereits geteilt. 

“Schäme dich niemals für eine Narbe”

Auf dem Bild ist Bo zu sehen, während sie ihren zehn Tage alten Sohn James stillt – ihr Wunderbaby. Und zu sehen ist auch, dass die 32-Jährige nur noch eine Brust hat. Dort, wo einmal eine zweite Brust war, ist heute eine große Narbe. 

Zu diesem ergreifenden Bild schreibt die Texanerin:

″‘Schäme dich niemals für eine Narbe. Sie zeigt nur, dass du stärker warst, als was auch immer dich verletzen wollte.’ Ich kann kaum in Worte fassen, wie viel es mir jeden Tag bedeutet, meinen Sohn stillen zu können, nachdem ich eine Brust an den Krebs verloren habe und man mir sagte, dass ich vielleicht niemals diesen süßen Jungen in meinen Armen halten würde. Ich schäme mich nicht für diesen Körper. Er erinnert mich immer wieder daran, was für ein Glück ich habe, dass ich heute hier sein kann.”

Wie viel Glück sie wirklich hatte, erzählte Bo in einer Mail an die HuffPost: 

Bei mir wurde tripple-negativer, entzündlicher Brustkrebs in Stadium 3 diagnostiziert. Es ist ein aggressiver und seltener Krebs, der sich schnell ausbreitet. Er wird nur in den Stadien 3 und 4 entdeckt.

Es gibt keine Früherkennung. Normalerweise zeigt er sich nur durch eine Rötung, nicht durch Knoten. Doch ich hatte einen Knoten und eine Rötung.

Weil dieser Krebs so aggressiv ist, musste ich mich sofort behandeln lassen. Ich hatte keine Zeit, vorher einige Eizellen entnehmen zu lassen. Nach der Behandlung war meine Fruchtbarkeit stark beeinträchtigt und meine Chancen, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, waren sehr gering.

“Es ging mir schlecht und ich hatte Angst”

Die Ärzte sagten mir, ich müsste mich künstlich befruchten lassen, um gleich schwanger zu werden, doch ich wollte es ein Jahr lang auf natürliche Weise versuchen. Nach zwei Monaten war ich schwanger, nachdem ich das Medikament Letrozole genommen habe.

Während meiner Krebs-Behandlungen ging es mir schlecht und ich hatte Angst. Aber ich war auch motiviert, meine Geschichte zu erzählen. Ich habe jeden Bestandteil meiner Reise auf meiner Facebook-Seite geteilt. All die rohen und realen Seiten von Krebs. Ich habe mich nie zurückgehalten und es hat mir mehr geholfen, als ich gedacht hätte.

Es hat mir geholfen zu wissen, dass ich anderen helfe und dass ich ein Bewusstsein für die Krankheit schaffe. Besonders für jüngere Frauen, die vielleicht nicht gedacht hätten, dass eine besonders aggressive Form von Krebs bei jemandem in den 20ern diagnostiziert werden könnte.

“Verliert niemals die Hoffnung”

Frauen in meiner Situation kann ich nur raten: Verliert nicht die Hoffnung. Findet das Positive im Negativen und konzentriert euch darauf. Wunder können geschehen.

Ich hoffe, dass mein Foto viele Menschen erreicht hat, für die die Botschaft wichtig war. Und ich bin extrem dankbar für all die Nachrichten voller Liebe und Unterstützung, die ich erhalten habe.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass mein Sohn gesund aufwachsen wird. Dass ich gesund bleibe. Und dass ich ihm beibringen kann, Schönes und Positives in jeder Situation zu erkennen, die ihm begegnet.”

(nr)