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13/03/2018 20:17 CET | Aktualisiert 13/03/2018 20:17 CET

HR-Management: Auf dem Weg zur digitalen Organisation

 

Digitalisierung ist ohne den Menschen nicht möglich. Deshalb kommt HR auf dem Weg zur digitalen Organisation eine besondere Aufgabe und Bedeutung zu: Die Personalabteilung sollte die Entwicklung mithilfe von Rahmenbedingungen, Weiterbildungsprogrammen sowie kontinuierlichen Verbesserungsmaßnahmen begleiten.

Vier Aufgaben haben viele HR-Entscheider derzeit auf ihrer Agenda:

• das Verstehen der Kompetenzen, die künftig im Unternehmen benötigt werden und das Beschaffen und Halten von Mitarbeitern, die heute schon über zukunftssichernde digitale Fähigkeiten verfügen

• beim Thema Organisation und Kultur „versuchen Unternehmen mit Blick auf die derzeit vielzitierte Theorie der beidhändigen Organisation in eine wertschöpfende Praxis zu kommen“ (Corporate Start-Ups, agile Organisationen, neues Führungsverständnis etc.)

• die Digitalisierung der HR-Funktion und –Prozesse

• Überblick und Meinung bilden: aus der Informationsflut rund um die Digitalisierung ist es wichtig, jene Aspekte herauszufiltern, die für die Geschäftsmodelle, Organisation und Mitarbeiter relevant und drängend sind.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Mercer-Studie „Auf dem Weg zur digitalen Organisation“, die in Zusammenarbeit mit dem Institut HR I Impulsgeber entstand. Sie beschäftigt sich mit den Fragen: Welche Unternehmensfunktion ist am meisten digitalisiert? Inwiefern sind Lern-Algorithmen in den Unternehmen etabliert? Welche Aufgaben sollten HR-Verantwortliche jetzt auf der Agenda haben? Wo liegen die größten Herausforderungen im HR-Bereich? Wie können zukunftsorientierte HR-Strategien entwickelt werden? Wie treiben wir die HR-Transformation voran, anstatt uns von ihr treiben zu lassen? Wie schätzen Führungskräfte und Mitarbeiter ihre digitalen Kompetenzen ein? Wie gestalten wir eine langfristige, strategische Personalplanung und attraktive Vergütungs- und Nebenleistungspakete, um heute und in Zukunft Talente zu gewinnen und zu binden? Was können Unternehmen, die einen hohen Digitalisierungsgrad aufweisen, besser als andere?

Achim Lüder, CEO der Mercer Deutschland GmbH, und Dieter Kern, Partner und Leiter des Bereichs People & Organizational Excellence Practice, betonen, dass bei der Auswahl und Implementierung von neuen Technologien innerhalb der HR-Funktion vor allem sichergestellt werden sollte, „dass sie einen echten Mehrwert bieten und nicht nur eingeführt werden, weil es technisch möglich oder gerade chic ist.“ Auch verweisen sie darauf, dass seitens der Mitarbeiter eine positive Grundeinstellung zur Digitalisierung herrscht: Sie haben mittlerweile die Erwartung an ihren Arbeitgeber, sich digital für die Zukunft aufzustellen. Damit verbunden ist auch das Ergebnis, dass die Attraktivität als Arbeitgeber mit zunehmendem Digitalisierungsgrad steigt.

Weiterführende Literatur:

CSR und Digitalisierung. Der digitale Wandel als Chance und Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. Hg. von Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer. SpringerGabler Verlag, Heidelberg Berlin 2017.