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09/11/2018 11:54 CET | Aktualisiert 09/11/2018 11:54 CET

Holz macht Sachen!

Interview mit Adrian Siedentopf, Initiator von „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?“

Herr Siedentopf, worum geht es in der Ausstellung „Holz macht Sachen! – Holz, Baum, Wald und Du“?

In der Ausstellung werden Ausschnitte aus der großen Bandbreite des Themenkreises Holz, Baum, Wald und Mensch gezeigt. Das inhaltliche Spektrum reicht dabei von der Holzgewinnung bis zu den vielfältigen Arten der Weiterverarbeitung des Holzes, etwa als Werkstoff in Handwerk und Industrie, als Energieträger oder als Material und Motiv in der Kunst. Über diesen und weiteren kulturhistorischen Themen stehen die aktuellen Schwerpunkte Klimawandel, Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Im Augenblick sind etwa 40 Museen an der Teilnahme interessiert. Ca. 23 Exponate sind für den ersten Ausstellungsort in der Oberpfalz sicher. Später werden dann andere Museen hinzukommen oder eventuell erst bei den folgenden Orten der Wanderausstellung dabei sein. Das Prinzip der Wanderausstellung ist, dass sie wachsen kann „wie ein Baum“, d.h. am Anfang startet sie auch mit wenigen Exponaten, die dann im Laufe der Zeit mehr werden können.

Die Wanderausstellung (vom 1. August 2019 bis 31. März 2022) spannt inhaltlich eine Brücke von der Geschichte zur Gegenwart und hat dabei einen anthropologischen Schwerpunkt: "In welchem Verhältnis standen die Menschen früher und wie stehen sie heute zum Holz, zu den Bäumen, zum Wald?“ – Fragen, die die BesucherInnen zum Nachdenken anregen und beitragen können, Umweltbewusstsein und Lösungsansätze für die großen Probleme unserer Zeit, wie die fortschreitende Umweltzerstörung und den Klimawandel zu finden.

Zahlreiche Museen aus unterschiedlichen Sparten und Regionen präsentieren ihre Exponate und beleuchten das komplexe und hochaktuelle Thema aus ihrer fachlichen Sicht. Zu sehen sind ganz unterschiedliche Exponate aus allen Museumssparten und Disziplinen wie den Bereichen Archäologie und Geschichte, Kunst, Naturkunde, Religion und Glaube, Technik oder Forschung und Lehre. Neben interaktiven und partizipativen Elementen sorgen unterhaltsame Exponate. Bequeme Parkbänke, die gleichzeitig Exponate sind, ermöglichen kontemplative Betrachtung, bringen die Besucher untereinander in Kontakt und regen an zur Diskussion über die Exponate.

Exponate aus der Vergangenheit und aus der heutigen Zeit verbinden Geschichte und Gegenwart. Die Gegenstände werden fundiert beschrieben und das übergreifende Thema verbindet sie. Zwischen die Exponate und in den Themenkreis treten die BesucherInnen und bereichern die Ausstellung um ihr Wissen und ihre Beobachtungen, Gedanken, Gespräche und Ideen. Gerade diese spontane, fast spielerische Leichtigkeit der Zusammenstellung der interdisziplinär zusammengestellten Exponate und das Miteinbeziehen des Publikums machen die Ausstellung "Holz macht Sachen!" so reizvoll.

Was meint das „Du?“ im Titel „Holz, Baum, Wald und Du?“

Es spricht alle an, die in Kontakt mit dem Ausstellungskonzept kommen. Es steht für den Menschen im Allgemeinen und den Besucher. Das „Du“ möchte beim Besucher Bewusstsein wecken für die Jahrmillionen währende, untrennbare Verbindung des Menschen mit den Bäumen und mit der Natur – die auch heute noch besteht und sich gerade in der letzten Zeit in den aktuellen Problemfeldern rund um Klimawandel, Naturkatastrophen und Nachhaltigkeit deutlich in Erinnerung ruft. Diese Verbindung zur Natur ist es, die auf emotionaler und intellektueller Ebene mit „Holz macht Sachen!“ bewusst gemacht werden will. Nur auf dieser Basis, aus einer inneren Motivation heraus können Lösungen für die aktuellen Umweltprobleme gefunden werden.

Wer soll mit der Ausstellung erreicht werden?

Sie ist zielgruppenübergreifend angelegt. Allen Besuchern wird aufgrund der vielfältigen Exponate aus den verschiedenen Bereichen etwas geboten. Alle Interessensgruppen, Altersgruppen und Gesellschaftsschichten jeden Bildungsgrades werden angesprochen, denn die Ausstellung ist niederschwellig angelegt, bietet gleichermaßen Basisinformationen wie vertiefende Informationen. Führungen etc. können an die Bedürfnisse von Kindern im Vorschulalter, Schulklassen, Berufsschulen, Studenten über Berufstätige aller Berufe bis hin zu Senioren angepasst werden.

Wie wird die digitale und analoge Welt in diesem Projekt verbunden?

Der physische Ausstellungsraum wird um den virtuellen Ausstellungsraum zu einem analog-digitalen-Raumgefüge ergänzt. Beide Räume müssen zusammen gedacht werden – und zwar nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich. Das heißt, dass bei „Holz macht Sachen!“ bisher übliche Denkweisen und Ansprüche an klassisch organisierte Ausstellungen, etwa Ansprüche an die Vollständigkeit auf der physischen Exponatebene in nur einem Ausstellungsraum aufgelöst werden: Die Exponate stehen nunmehr im physischen Ausstellungsraum und im virtuellen Ausstellungsraum und ergänzen sich im „Analogen“ und „Digitalen“. Dazu kommt das Prozessuale, eine Art von Ideen und Meinungsebene der Beiträge: Auch alle Kommentare, Diskussionen, das Teilen und Liken bildet mit physischem und virtuellem Ausstellungsraum zusammen die gesamte Ausstellung.

„Physische“ Exponate stehen neben virtuellen Exponaten. Diese ergänzen den Exponatbestand, geben vielen Museen die Möglichkeit, auch aus der Ferne mit geringem Aufwand an der Ausstellung Teil zu nehmen. Das Internet kommt in die Ausstellung, ist Teil des Ausstellungs-raums und portiert gleichzeitig die Ausstellungsinhalte über die verschiedenen Social-Media-Plattformen zu den unterschiedlichsten Zielgruppen.

Wo sind Informationen dazu im Internet und in den Social Media-Kanälen zu finden?

Alle Inhalte aus den Ausstellungsräumen vor Ort, vom Exponat bis hin zum aktuellen Event, werden über die noch zu erstellende Ausstellungswebsite www.holzmachsachen.de als zentralem Dreh- und Angelpunkt und mit dem Hashtag #holzmachtsachen über Twitter, Facebook und Instagram kommuniziert. Zudem kann jeder – seien es weitere Museen, Institutionen, Unternehmen oder Privatpersonen – mit eigenen Exponaten oder Beiträgen virtuell an der Ausstellung teilnehmen. Alle mit dem Hashtag #holzmachtsachen gekennzeichneten Beiträge werden auf der Ausstellungswebsite gesammelt und weiter auf Twitter, Facebook und Instagram veröffentlicht und werden über ein Monitorsystem in den jeweiligen Ausstellungsraum vor Ort gebracht.

Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der „kleine Vinzenz“?

Als „kleinster Museumspädagoge der Welt“ wird die bekannte Figur Vinzenz, das herzige Maskottchen vom Holzknechtmuseum Ruhpolding, auch für die geplante Ausstellung „Holz macht Sachen!“ eingesetzt. Er führt durch die Ausstellung und stellt Fragen. Er wohnt im Ausstellungsraum und reist mit. Auf Twitter & Co. berichtet er zusammen mit den teilnehmenden Museen und den BesucherInnen über die Ausstellung. Er macht die Ausstellung crossmedial – vor Ort und im Internet – weiter lebendig. Das Besondere: Die einzelnen Museen können zusammen mit der Figur Vinzenz auf ihren Social-Media-Kanälen ihre eigenen Exponate und die der anderen Museen aus ihrer jeweiligen fachlichen Perspektive vorstellen.

Holz macht Sachen

Was ist das Ziel des Projekts?

Das übergeordnete Ziel der Ausstellung ist es, das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Baum und Wald für die Umwelt und alle Bereiche des menschlichen Lebens zu wecken und zu verdeutlichen. Durch den Ausstellungsbesuch soll das Bewusstsein der Besucher für die große Bedeutung von Holz, Baum und Wald für die Umwelt geschärft werden. Dabei wird niederschwellig über die Exponate und die dazu gegebenen Informationen zu einem besseren Verständnis von Umwelt- und Naturschutz hingeführt. Diese Führungslinie wird schon im Titel der Ausstellung deutlich: „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?“: Vom Produkt aus Holz (Sach-/Informationsebene) findet sich der Weg zum Baum und zum Wald, also zur Natur und schließlich zum Verständnis der eigenen Verbindung mit der Natur durch das „Du“ (intellektuelle und emotionale Ebenen), dem Umweltbewusstsein. Ziel ist über ein geschärftes Umweltbewusstsein umweltgerechtes Verhalten zu wecken.

Jedes Museum verfasst deshalb zusätzlich zu seinem Exponat ein eigenes "Umweltstatement". Dazu sind auch alle BesucherInnen aufgerufen – vor Ort und im Internet. Zukünftige Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit können im Themenkreis "Holz, Baum, Wald und Du?" gefunden werden. Die Besucher können durch den Besuch der Ausstellung ihre Bildung und ihr Weltbild erweitern und konkreten Nutzen für ihr persönliches Leben und die Fragen und Herausforderungen des Alltags mit nach Hause nehmen und sich sogar aktiv an der Ausstellung über das Internet oder mit einem eigenen Exponat vor Ort beteiligen.

Wer sind die Träger der Ausstellung?

Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen und die Museen der Stadt Bamberg, das Römer und Bajuwaren Museum Kipfenberg und das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg werden die Träger und Veranstalter der Wanderausstellung „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?“, die am 1. August 2019 im Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen startet und anschließend bei den oben genannten Museen gezeigt wird.

An dem Kooperationsprojekt arbeiten mittlerweile etwa 100 Menschen. Die Teilnehmer aus Museen, Forschung und Lehre, Institutionen, Unternehmen und Privatpersonen zeigen, was durch eine interdisziplinäre und offene Zusammenarbeit erreicht werden kann.

Warum ist die Wanderausstellung „Holz macht Sachen!“ der Prototyp eines neuen Ausstellungstypus?

Mit jedem neuen Ausstellungsort kann die Wanderausstellung zudem wachsen. Weiter hinzukommende Museen können neue Exponate in die Ausstellung einbringen. So wird "Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?" zur ersten Wanderausstellung der Welt, die wächst wie ein Baum! Die Ausstellung „lebt aus der Box“. Geplant sind robuste Ausstellungsboxen aus Holzplatten, in denen die Exponate sicher verpackt transportiert werden und die am Ausstellungsort zugleich als Podeste, Sockel etc. dienen. In den Boxen mit transportierte Acrylglasvitrinen werden auf die Podeste montiert. Museumspädagogische Ideen können in weiteren Boxen installiert werden. Über diese Form der Präsentation wird auch ein weiterer wichtiger Aspekt zum Thema der Ausstellung vermittelt: Die Bedeutung von Holz für Transport und Logistik.

Im Ausstellungsraum werden hölzerne Bäume platziert. Sie tragen Informationstafeln, Monitore und mehr. Hier stehen auch Sitzbänke, auf denen sich die BesucherInnen entspannen, die Ausstellung auf sich wirken lassen und mit anderen Besuchern ins Gespräch kommen können. Um die Bäume herum werden die Exponate thematisch sortiert aufgestellt. Wie bei einem Sammelalbum kommen im Verlauf der Ausstellungszeit immer weitere Exponate dazu und ergänzen die Wanderausstellung. Nach und nach werden immer mehr Bereiche des riesigen Themenfeldes Holz, Baum, Wald und Mensch ausgefüllt und bespielt – im physischen Ausstellungsraum und im virtuellen Raum des Internets als virtuelles Museum.

Was ist das Besondere für die teilnehmenden Museen und Institutionen?

Es gibt zwar einen Ausstellungskurator, der alles in geordnete Bahnen bringt, aber alle teilnehmenden Museen können ihrer Kreativität und ihren Ideen freien Lauf lassen. Sie kuratieren ihre Exponate selbst und sind für die Wissenschaftlichkeit ihrer Texte eigenverantwortlich. Sie können museumspädagogische Aktionen, partizipative und interaktive Elemente für ihre Exponate in Eigenregie entwerfen (Duft-, Tast-, Mitmachstationen etc.). Sie können ihre Exponate nach ihren eigenen Wünschen in einem vorgegebenen Gestaltungsraster präsentieren und haben die Chance, die Ausstellung vor Ort und im Internet über ihre Social-Media-Kanäle, wie Twitter & Co. begleiten und damit ein breites Publikum für ihre Häuser zu interessieren. Sie zeigen über ihr "Umweltstatement" ihr Engagement und wie wichtig Museen als Orte des Bewahrens von Wissen und Vermittlung sind.

Demnach spielt das Thema Nachhaltigkeit eine besondere Rolle?

Ausgehend vom „Holz“ werden die Besucher darauf aufmerksam, den Baum als Lebewesen zu sehen, den Wald als Lebensraum und sich selbst als Teil dieser Lebenswelt. Umweltbewusstsein erscheint oftmals als ein abstrakter Begriff. Auf einer emotionaleren, leichter zugänglichen Ebene erscheint uns der ältere Begriff der Naturverbundenheit hier praktikabler, um letztlich das gleiche Ziel zu erreichen. Denn ohne ein Gefühl von Verbundenheit mit der Natur und dem Gefühl, mit ihr in einer wechselseitigen Beziehung zu stehen, fehlt die Grundmotivation für umweltbewusstes oder umweltgerechtes Verhalten.

Copyright: Holz macht Sachen

Welche Bedeutungsebenen sind hier noch vereint?

Neben den aktuellen Themen Umwelt, Umweltbewusstsein und Umweltschutz mit den Umweltstatements der einzelnen Museen (Umwelt) stehen die Art der Wissensvermittlung von neuen, kreativen museumspädagogischen Methoden (Methoden der Wissensvermittlung), die zeitgemäße, crossmediale Nutzung des Internets (das Digitale), die Art und Weise und die Nebeneffekte der Kooperationen zwischen Museen und Institutionen aus Forschung und Lehre und Wirtschaftsunternehmen und anderen Teilnehmern (Kooperation). Nicht zuletzt erhalten die BesucherInnen mit der Wanderausstellung „Holz macht Sachen! Holz, Baum, Wald und Du?“ einen einzigartigen Einblick in die vielfältige Museumslandschaft Deutschlands (Kulturelle Vielfalt) und die teilnehmenden Häuser können ihren Bekanntheitsgrad stärken (Werbewirksamkeit).

Wie sehen die Führungen durch die Ausstellung aus?

Die BesucherInnen können sich während des Ausstellungsbesuchs über Texttafeln, Handouts oder einen digitalen Multimediaguide über die Exponate informieren. Dazu können Tablets ausgeliehen werden oder die die eigenen Mobile Devices genutzt werden. Hier können die Informationen zu den Exponaten online in Form von Text, Bild, Audio und Video abgerufen werden. Realisiert werden soll der Multimediaguide über eine Website im responsive Design und/oder App, die die BesucherInnen vor, während und nach ihrem Ausstellungsbesuch nutzen können. Die Website dient zudem als digitaler Dreh- und Angelpunkt und digitaler Newsroom der Wanderausstellung. Alle Informationen werden hier zentral gesammelt und nachhaltig aufbereitet. Nach Ausstellungsende soll die Website als virtuelles Museum aufrechterhalten werden und wie ein Wiki auch von anderen Museen weiter mit Inhalten gefüllt und genutzt werden können. Das virtuelle/crossmediale Konzept der Ausstellung setzt Inklusion für alle, die nicht in den Ausstellungsraum kommen können schon teilweise um.

Welche Begleitprogramme werden angeboten?

Für das Begleitprogramm wird das Ausstellungsthema vertieft. Neben Ausstellungsführungen, Vortragsreihe, Gesprächsrunden, Konzerten mit Holzinstrumenten (Holz macht Musik!), inklusiven Aktionen, thematischen Spaziergängen durch Stadt und Land sind Tweetups, Workshops für Kinder und Erwachsene, Filmvorführungen und vieles mehr geplant.

An wen können sich Förderer oder interessierte Museen und Kulturinstitutionen, die bei der Ausstellung mit einem Exponat teilnehmen oder Gastgeber der Wanderausstellung werden möchten, wenden?

Unverbindliche Anfragen können per E-Mail eingereicht werden. Museen, die nicht mit einem „physischen Exponat“ an der Ausstellung vor Ort vertreten sein können, haben die Möglichkeit ein „virtuelles Exponat“ einzureichen und/oder , über ihre Social-Media-Kanäle die Ausstellung zu begleiten, etwa durch eigene mit dem Hashtag #holzmachtsachen gekennzeichnete Aktionen. Die Beiträge werden dann im realen Ausstellungsraum auf einem Monitor und auf der Ausstellungsseite im Internet präsentiert und auf Social Media geteilt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Zur Person

Adrian Siedentopf

Foto und Copyright: Adrian Siedentopf

Adrian Siedentopf arbeitet nach Abschluss seines Grafikdesign-Studiums 1994 in Werbe- und Designagenturen und als freiberuflicher Kommunikationsdesigner. Seit 2004 ist er kreativer Leiter der deutsch-französischen Werbe- und Designagentur EST Creativity Rising für Deutschland. Ab 2011 studiert er nebenberuflich an der Ludwig-Maximilians-Universität München Kunstgeschichte und Kunst, Musik, Theater. Schwerpunkte legt er dabei auf den neuen Bereich der Digitalen Kunstgeschichte und Museologie/Museumskunde. 2016 schließt er das Studium mit einer Masterarbeit über einen Künstler des 20. Jahrhunderts ab. In Seminaren der Bayerischen Museumsakademie, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und des Museumspädagogischen Zentrums München bildet er sich regelmäßig weiter. Als zertifizierter Stiftungsmanager der Deutschen Stiftungsakademie wirkt er mit beim Aufbau einer Stiftung im Bereich der bildenden Kunst. Er ist zudem Initiator und Gründungsmitglied des Vereins „Bayerische Künstlernachlässe“.

Als Quereinsteiger im Museumswesen arbeitet er u.a. mit bei der Ausstellung „Ab nach München! Künstlerinnen in München um 1900“ im Münchner Stadtmuseum. Hier ist er von 2013 bis 2015 als freier wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und verfasst Beiträge für den Ausstellungskatalog. Bei der Ausstellung „Denk!mal Demokratie, under construction“ im Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke München in Kooperation mit der LMU München ist er 2014 mit einer Intervention im Ausstellungsraum vertreten. 2016 entwirft er die digitale Bildungs- und Social-Media-Kampagne #VinzenzOnTour und setzt sie in Zusammenarbeit mit 30 Museen aus ganz Deutschland um http://blog.iliou-melathron.de/vinzenzontour/. Begleitend realisiert er eine Sonderausstellung im Holzknechtmuseum Ruhpolding. Mit #VinzenzOnTour erreicht er auch ein neues Publikum auf Facebook und Twitter und gibt Einblicke in die vielfältige Museumslandschaft in Deutschland und vermittelt jede Menge Wissen zum Thema Holz und Wald. 6.400 km reiste die kleine Figur Vinzenz durch ganz Deutschland. Die Ausstellung „Holz macht Sachen!“ entsteht in der Folge der im Juni 2017 abgeschlossen Social-Media-Aktion #VinzenzOnTour.

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