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26/09/2018 08:21 CEST | Aktualisiert 26/09/2018 11:49 CEST

"Höhle der Löwen": Thelen verzockt sich bei Streit um lebenswichtiges Produkt

Thelen machte gleich zwei Angebote – und ging trotzdem als Verlierer vom Platz.

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Drei Gründer kämpfen bei "Höhle der Löwen" um ein besonderes Produkt.
  • Drei Gründer haben bei der “Höhle der Löwen” besonders überzeugen können: mit einem Rollator.
  • Am Ende schlossen sich sogar zwei Investoren für den Kauf zusammen – doch dann griff Frank Thelen ein.

Ein neuer Abend, eine neue Folge “Höhle der Löwen”: Die Investoren Carsten Maschmeyer, Frank Thelen, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Judith Williams und Dr. Georg Kofler kämpften erneut um die Produktideen der Gründer.

Drei Männer konnten die Investoren überzeugen: sie erfanden einen elektrischen Rollator, den “ello”.

Die Gründer betonten vorab, dass sie mit ihrer Idee eine Zielgruppe ansprechen, die vernachlässigt wird. Deshalb handele es sich um ein besonders wichtiges Produkt, denn es mache das Leben für ältere Menschen leichter. 

Die Investoren sollten schon kurz darauf zu ersten Testfahrt mit dem Rollator aufbrechen und zeigten sich begeistert.

“Höhle der Löwen”-Investor Maschmeyer ist gerührt von der Idee

Die Idee zu dem Rollator bekam einer der Gründer, als er hörte, dass die Oma seines Freundes mit ihrem Rollator nicht mehr den Berg hinauf kam. 

Mit “ello” wollen die drei Männer entgegenwirken.

Der Rollator bremst ab, wenn es steil bergab geht – und bergauf gibt er Hilfestellung durch einen eingebauten Antrieb, den man steuert, indem man die Daumen auf die entsprechenden Sensoren legt.

Nimmt man die Hände vom Rollator, bleibt das Gerät stehen.

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Drei Männer präsentieren ihren elektrischen Rollator "ello".

Zudem sind zwei Lampen und eine Hupe in den Rollator eingebaut.

Eine weitere Besonderheit: Das Gerät hat einen eingebauten SOS-Knopf. Drückt der Nutzer des Gerätes ihn, werden Angehörige bei Notfällen per SMS benachrichtigt.

Genau dieser Teil des Gerätes regte Carsten Maschmeyer zum Nachdenken an. Er hätte sich so etwas für seine Mutter gewünscht. “Meine Mutter hat kurz vor ihrem Tod auch einen Rollator benutzt. Sie hätte so einen Notfallknopf gebraucht.” Sie hätte so gerettet werden können.

Mit 2890 Euro Verkaufspreis ist der Rollator jedoch sehr teuer und kein Massenprodukt, stellte Dagmar Wöhrl fest.

“Höhle der Löwen”-Bieter Kofler und Maschmeyer bieten gemeinsam, Thelen ist dagegen

250.000 Euro benötigten die Gründer und boten 10 Prozent ihrer Firmenanteile. Maschmeyer und Kofler witterten hier ihre Chance.

Besonders der von den Gründern erfundene Antrieb des Rollators weckte das Interesse der Investoren, denn diesen könnte man auch in anderen Maschinen verbauen – ein zusätzliches Geschäftsmodell.

Kofler und Maschmeyer boten den Gründern an: 350.000 Euro für 30 Prozent der Firmenanteile. Maschmeyer begründete das vor allem mit seinen Anteilen an der Firma “Pflege.de”, er könne sich eine Kooperation mit “ello” vorstellen.

Dann griff jedoch Frank Thelen ein und ging noch weiter. Er machte gleich zwei Angebote. Doch die Gründer entschieden sich für Maschmeyer und Kofler.

„Ich bin der Verlierer“, sagte Thelen. Ging der “schwierige Investor“, wie er sich selbst beschreibt, zu weit? “Du hast den Preis in die Höhe getrieben“, raunt Kofler ihm zu. Frank Thelen musste lachen. Er hatte sehr darauf gesetzt, einen Deal zu machen.

“Aus wirtschaftlichen Gründen” ging der Deal an Maschmeyer und Kofler, obwohl Ersterer sogar sagte: “Die haben scheiße verhandelt.”

Frank Thelen akzeptierte die Niederlage: “Manchmal ist das so.”

(jg)