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19/09/2018 11:04 CEST

"Höhle der Löwen"-Maschmeyer: "Schwerste Absage, die ich je gemacht habe"

Die Präsentation des Arztes bei "Höhle der Löwen" berührte alle Investoren sichtlich.

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Fiel die Absage sichtlich schwer: "Höhle der Löwen"-Investor Carsten Maschmeyer sagte "Nein" zu "Paul"
  • Am vergangenen Dienstag ist es sehr emotional für die Investoren in der “Höhle der Löwen” gewesen.
  • Besonders Carsten Maschmeyer nahm eine Entscheidung sehr mit.
  • Er bezeichnete seine Absage an den Frühgeborenensimulator “Paul” als die schwerste in der Geschichte der Sendung.

In der “Höhle der Löwen” am gestrigen Dienstag haben Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer zusammen so viel wie noch nie zuvor in der Showgeschichte investiert: Ganze 1,5 Millionen Euro boten sie dem Schlafforscher Markus Dworak für seinen ganz besonderen Schlaftrunk “Smart Sleep”.

Dieser soll die Regeneration in Tiefschlafphasen verbessern, weshalb man sich auch nach kürzeren Nächten regeneriert fühlen soll. 

Die 14 Jahre Entwicklung des Kandidaten, der auch in Havard geforscht hat, überzeugten aber nicht nur Maschmeyer und Dümmel. Jeder Löwe machte ein Angebot und wollte den Deal offensichtlich für sich. Dagmar Wöhrl und Georg Kofler taten sich zusammen und boten 300.000 Euro für 20 Prozent der Firma, Frank Thelen ebenfalls - nur allein.

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Maschmeyer und Dümmel ergattern bei “Die Höhle der Löwen” ein Drittel an “Smart Sleep”

► Letztlich ergatterten Dümmel und Maschmeyer mit ihrem Angebot ein Drittel der Anteile an “Smart Sleep”.

Im Interview mit FOCUS Online erklärte Maschmeyer, warum er so begeistert von dem Produkt ist:

“Als Investor ist für mich wichtig, dass Biographie, Produkt und Gründungsplanung zusammenpassen. Bei Markus Dworak ist das der Fall”, sagte er. “Viele Menschen haben Schlafprobleme und wünschen sich ein Wundermittel – allerdings ohne Nebenwirkungen und Abhängigkeiten. ‘Smart Sleep’ ist das erste Mittel, das diesen Anforderungen gerecht wird – ‘Smart Sleep’ ist ein Lifechanger.“

► Auch Ralf Dümmel freute sich in der Sendung sichtlich über den Deal. Er sprang vor Freude auf und umarmte den Gründer überschwänglich. 

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Ralf Dümmel freute sich über seinen Deal mit dem "Smart Sleep"-Gründer

Frühgeborenenensimulator “Paul” bewegt bei “Höhle der Löwen” alle

Allerdings sollte dies nicht der einzige emotionale Moment der Sendung bleiben. Eine Erfindung nahm alle Investoren sichtlich mit: Nämlich die des Kinderarztes Jens Schwindt.

► Er stellte “Paul” vor, einen Frühgeborenensimulator, der helfen soll, Ärzte für die Versorgung von Frühchen zu trainieren. 

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Kinderarzt Jens Schwindt stellte in der "Höhle der Löwen" seine Erfindung "Paul" vor

Laut dem Kinderarzt kommen jedes Jahr 15 Millionen Kinder zu früh auf die Welt und benötigen dadurch dringend lebensrettende Unterstützung von spezialisierten Ärzten. Dabei müsse jeder Handgriff sitzen, was an “Paul” trainiert werden kann. Für 15 Prozent Anteile an seiner Erfindung wünschte sich Schwindt eine Million Euro von den Löwen.

Die Präsentation des Arztes berührte alle Investoren sichtlich.

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Judith Williams war von der Präsentation ergriffen

Carsten Maschmeyer: “Das ist die schwerste Absage für mich bei ‘Höhle der Löwen’”

Besonders Judith Williams nahm das Thema sehr mit, da ihre beiden Töchter zu früh zur Welt kamen, wie sie verriet. Trotzdem wollte keiner der Löwen in den Simulator investieren, da der Markt zu undurchdringlich sei und bisher erst 17 Prototypen von “Paul” verkauft wurden. 

Carsten Maschmeyer gestand ehrlich: “Das ist die schwerste Absage für mich bei ‘Höhle der Löwen’.” Er entschuldigte sich mehrfach, dass er dem Kinderarzt mit seinem Projekt nicht weiterhelfen könne:

“Das ist ja auch überhaupt kein Vorwurf! Sie sind sympathisch, Sie sind fleißig, Sie haben Ahnung! Aber diejenigen, die über das Budget entscheiden, die sagen: ‘Kauf ich’ oder ‘Kauf ich nicht’: Das ist eine sehr schwierige Zielgruppe. Vor der habe ich Respekt,” erklärte Maschmeyer seine Absage. “Aber, wie gesagt, die für mich schwerste Absage, die ich je bei ‘Die Höhle der Löwen’ ausgesprochen habe.”

(kiru)