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14/11/2018 13:51 CET | Aktualisiert 14/11/2018 17:17 CET

"Höhle der Löwen": Gründer zockt Kunden ab? Investor Thelen äußert sich

"Keine Lieferung, keine Antwort auf Anfragen seit Wochen. Betrug!"

Screenshot / VOX
Investor Frank Thelen äußert sich zu dem Vorwurf, DHDL-Gründer würden Kunden online abzocken.
  • Vor drei Jahren hat Gründer David Schirrmacher mit Erfolg bei der “Höhle der Löwen” teilgenommen – Löwe Frank Thelen investierte in sein Unternehmen.
  • Jetzt wurden Betrugsvorwürfe gegen das Unternehmen von Schirmacher laut. Und auch Frank Thelen erklärt sich.

Mit gerade einmal 26 Jahren ist David Schirrmacher ein recht junger Gründer. Vor vier Jahren nahm er bei der “Höhle der Löwen” teil – mit großem Erfolg.

Frank Thelen investierte damals 180.000 Euro in die Männer-Modemarke “Von Floerke”. Seitdem wurden die Männer-Accessoires in Boutiquen wie Online-Shops angeboten.

Doch nun offenbart sich ein neues Bild: Wie die “Bild”-Zeitung berichtete, soll es nun schweren Betrugsvorwürfen gegen Schirrmacher geben.

Der Gründer soll nämlich seit kurzem auch Luxus-Waren, unter anderem Wodka der Edel-Marke Grey Goose, zu Spottpreisen anbieten. Dabei soll die 0,7-Liter-Flasche gerade mal 20 Euro kosten. Im regulären Handel kostet diese aber knapp das Doppelte, nämlich 44 Euro.

Das Problem an dem Deal: Zahlreiche Kunden berichteten auf dem Bewertungs-Plattform Trustpilot, dass sie die Ware nicht erhalten würden.

Einer beschwert sich beispielsweise: “Keine Lieferung, keine Antwort auf Anfragen seit Wochen. Betrug!”

“Höhle der Löwen”-Investor Frank Thelen äußert sich zu den Betrugsvorwürfen

Die “Bild”-Zeitung habe weiterhin herausgefunden, dass die Hersteller der Waren “Von Floerke” gar nicht erst beliefern würden. Inzwischen sei bereits von “Sammelklagen” gegenüber dem Unternehmen die Rede.

Schirrmachers Firmenanwalt wies allerdings alle Vorwürfe zurück: „Unser Mandant hat keinerlei Kenntnis von Klagen oder Anzeigen, solche liegen seines Wissens nicht vor.“

Und auch Investor Frank Thelen meldete sich nun zu Wort.

Gegenüber der Zeitung sagte er, dass er “nicht glücklich” darüber gewesen sei, dass der Gründer auch Lebensmittel und Alkohol im Luxussegment anbiete.

Das wäre nicht mit ihm abgesprochen gewesen. Doch das Problem sei weitgehend behoben, wie Thelen zusicherte und sagte: “Die Ware geht in den nächsten Tagen raus.”

Auch habe er eine Erklärung für die Spottpreise seines Jung-Unternehmers: “Wir haben eine Mischkalkulation, manche Produkte sind sehr günstig, manche nicht.”

(jr)