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17/04/2018 07:28 CEST

Höxter: Schotte kauft Horror-Haus – auch er nutzt es für ein Verbrechen

Der Mann muss siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis.

dpa
  • Der neue Eigentümer des Horror-Hauses von Höxter wurde am Montag verurteilt
  • Er hatte das Anwesen zum Drogenanbau weitervermietet

Das sogenannte Horror-Haus von Höxter sorgt weiter für Aufsehen. Ein Ehepaar war 2016 festgenommen werden, weil es in dem Anwesen in Nordrhein-Westfalen mehrere Frauen gequält und getötet haben soll.

Nun musste ein Gericht den nächsten Fall verhandeln, der mit dem Horror-Haus zu tun hat:

Ein 51-jährige Schotte hatte das Anwesen im Frühjahr 2017 gekauft – und es zum Marihuana-Anbau weitervermietet. 

Der Mann habe das Haus zum bandenmäßigen Drogenanbau vermietet, urteilte das Landgericht Paderborn am Montag. Er muss nun siebeneinhalb Jahre in Haft. Im Vollzug soll er nun eine Drogentherapie machen.

Drogen im Wert von 200.000 Euro 

Polizeibeamte hatten das Haus zuvor durchsucht und mehr als 1000 Marihuana-Pflanzen mit einem Gesamtgewicht von 38 Kilogramm sichergestellt. Die Ermittler schätzten den Wert auf rund 200.000 Euro.

Ein Bild zeigt das erstaunliche Ausmaß der Drogenplantage.

dpa
Ein Foto zeigt den Cannabis-Anbau in Höxter.

Mitangeklagt war auch ein 44-jähriger Deutsch-Türke, er muss laut Urteil vier Jahre in Haft. Er hatte Hilfstätigkeiten für die Drogenbande übernommen.

Eine 30 Jahre alte Bulgarin wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie hatte auf dem Grundstück gelebt und sich um die Pflanzen gekümmert.

Noch nicht abgeschlossen ist das Gerichtsverfahren gegen einen 43-Jährigen, der der Kopf der Bande gewesen sein soll. Er hatte das Haus vom Eigentümer gemietet.

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(lp)