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05/09/2018 11:15 CEST | Aktualisiert 05/09/2018 13:31 CEST

Hochbegabter Hartz-IV-Empfänger nennt größten Wunsch – Aussage ist todtraurig

"Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde?"

VOX
Der hochbegabte Kandidatin Wolfang will nur eines – endlich ordentlich Arbeiten gehen.
  • In der Vox-Sendung “Ich, einfach unvermittelbar” sollen Menschen die Chance auf ein Jobangebot bekommen.
  • Doch für Kandidat Wolfgang ist das nicht so einfach.

Seit Dienstag läuft eine neue Sozial-Dokumentation mit dem Namen “Ich, einfach unvermittelbar” bei Vox. In dem Format sollen Menschen, die an Autismus oder dem Tourette-Syndrom leiden – und es deshalb bei der Arbeitssuche schwerer haben – die Chance auf einen Arbeitsvertrag bekommen.

Für einige Kandidaten sei die Bewerbungsphase schließlich schon zur Qual geworden. So auch für den 45-jährigen Wolfgang aus Bayern.

Seit seinem Master-Abschluss mit der Note 1,9 in Biologie vor rund sechs Jahren ist er arbeitslos und lebt von Hartz IV.

In letzter Zeit habe er erneut knapp 75 Bewerbungen verschickt, doch stets Absagen erhalten. Teilweise wurde ihm erst gar nicht geantwortet. Für den Mann, der an Autismus leidet, ist das eine unerträgliche Situation.

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“Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde?”

Denn: Wolfgangs sehnlichster Wunsch ist es, ordentlich arbeiten gehen zu dürfen.

“Ich will mir meinen Lebensunterhalt wirklich verdienen können. Mit meinen Sozialbezügen komme ich nicht über die Runden.”

Doch nicht nur finanziell ist es für den Autisten eine Last, nicht arbeiten zu können. Noch schlimmer ist für den 45-Jährigen die psychische Belastung:

“Für was bin ich denn auf der Welt, wenn ich da eh nicht gewollt werde und man meine Begabung und meine Talente nicht brauchen kann?”

Mithilfe der Vox-Dokumention soll Wolfgang sich wieder gebraucht fühlen. Ob er es tatsächlich schafft, seinen Weg in die Arbeitswelt zu finden oder nicht, wird sich noch zeigen.

Vox zeigt die Sendung jeden Dienstag um 20:15 Uhr.

(nr)