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10/04/2018 17:26 CEST | Aktualisiert 10/04/2018 19:08 CEST

Queen soll mit Prophet Mohammed verwandt sein - arabische Journalisten jubeln

Sie sprechen von einer "Brücke zwischen zwei Königreichen".

Max Mumby/Indigo via Getty Images
Das Oberhaupt der britischen Königsfamilie soll mit dem Propheten Mohammed verwandt sein.
  • Historiker behaupten, dass die Queen mit dem Gründer des Islam verwandt ist
  • Eine Behauptung, die jetzt auch in der arabischen Welt für Aufsehen sorgt

Es wäre eine durchaus überraschende Verwandtschaft: Britische Historiker behaupten, dass die Queen mit dem islamischen Religionsstifter Mohammed eine Familienlinie teilt. Das berichtet die englische Zeitung “The Economist”.

► Das Familienoberhaupt der britischen Königsfamilie verwandt mit dem Begründer des Islams? Das klingt weit hergeholt.

Stammbaum-Forscher von Burke’s Peerage, einem Verlag, der königliche Stammbäume aus England, Irland und Schottland recherchiert und veröffentlicht, soll die Ergebnisse bereits im Jahr 1986 bekannt gegeben haben.

Die Behauptung macht aktuell aber erneut Schlagzeilen: Weil auch die marokkanische Zeitung “Al-Ousboue” nun erklärt, dass auch sie die Abstammung der Königin bis zum Propheten zurückverfolgt habe.

Deshalb soll die Queen mit dem Islam-Propheten verwandt sein

Laut den Historikern stammt Queen Elizabeth II. in der 43. Generation von einer muslimischen Prinzessin namens Zaida ab. Diese sei im 11. Jahrhundert aus ihrer Heimatstadt Sevilla geflohen und zum Christentum konvertiert. In der Stadt lebten zu dieser Zeit viele Muslime.

Zaida soll die vierte Frau von König Al-Mu’tamid ibn Abbad aus Sevilla gewesen sein und mehrere Kinder gehabt haben. Eines der Kinder soll laut Historikern den Grafen von Cambridge geheiratet haben. Auch andere Verwandte von Zaida heirateten englische Könige. 

Über diese Linie ist auch die Queen mit Mohammed verwandt.

Da die Herkunft von Prinzessin Zaida allerdings kaum nachzuprüfen und daher äußerst fragwürdig ist, sind bei den Erkenntnissen der Historiker zumindest Zweifel angebracht.

Die Reaktionen auf die mögliche Verwandtschaft fällt unterschiedlich aus

Der Sprecher von Burke’s Peerage allerdings ist sich sicher: “Den Briten ist nicht bekannt, dass das Blut von Mohammend in den Adern der Königin fließt.”

Alle muslimischen Religionsführer wüssten davon und seien stolz auf diese Tatsache, fügte er noch hinzu.

Auch die marokkanische Tageszeitung “Al-Ousboue” zeigt sich erfreut: “Eine gemeinsame Herkunft würde eine Brücke zwischen zwei Religionen und zwei Königreichen schaffen.”

Aber nicht alle aus der muslimischen Bevölkerung fänden diese Verwandtschaft positiv. So soll eine Schlagzeile beim Webforum “Arab Atheist Network” gelautet haben: “Königin Elizabeth muss erstmal ihr Recht beanspruchen, Muslime zu regieren.”

Dass sie das vor hat, steht allerdings auch nicht zur Diskussion.