LIFESTYLE
27/03/2018 10:54 CEST | Aktualisiert 04/04/2018 09:28 CEST

Heuschnupfen: Allergie im Alltag lindern, so geht's

Essen, Sport und Putzen: Mit ein paar Tricks mindert ihr euer Leiden.

  • In Deutschland fliegen von Februar bis September die meisten Pollen
  • Allergiker sollten in ihrer Heuschnupfen-Zeit einige Verhaltensregeln beachten
  • Das Video zeigt, wie unterschiedlich die Symptome von Allergie, Grippe und Erkältung sind

Alltagstipps gegen Heuschnupfen gesucht? Denn rote Augen, eine laufende Nase, Husten, Müdigkeit und anderen Beschwerden quälen manchen Pollen-Allergiker. Und das nicht nur wie bei einem Schnupfen für einige wenige Tage, sondern durchaus für Wochen bis hin zu Monaten.

Schließlich gilt: Irgendwas blüht immer. Erst fliegen die Pollen der Frühblühern wie der Hasel durch das Land, dann jene der Bäume. Den gelben Staub der Birke kennen im Frühling viele.

Hauptblütezeit in Deutschland: Februar bis September

► Von Februar bis September ist die Hauptblütezeit in Deutschland. Und Heuschnupfen-Zeit. Rund 16 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Pollen-Allergiker, schreibt der Deutsche Allergie- und Asthmabund.

Diesem Umstand ist es auch geschuldet, dass es viele Tipps für Heuschnupfen-Geplagte gibt. Allergenkarenz, das Meiden der Pollen, gilt dem Verband zufolge als sicherste Methode zur Therapie des Heuschnupfens.

Tipps, wie Betroffene das Bewerkstelligen können, gibt es viele. Und einigen davon können manche Pollen-Allergiker sogar etwas Positives abgewinnen.

Bleibt daheim – und die Sonnenbrandgefahr sinkt

Pollen-Allergikern wird zum Beispiel geraten, während ihrer Heuschnupfen-Zeit, auf Treffen an der frischen Luft zu verzichten. Kein Eis im Park, kein Biergarten-Besuch oder Picknick am See wie alle anderen.

► Stattdessen sollte man daheim bleiben. Das Gute: Dort bekommt ihr keinen Sonnenbrand.

Zudem habt ihr eine gute Ausrede, warum ihr das Treffen mit unliebsamen Bekannten bedauerlicherweise absagen müsst. Sollten diese ein Essen in einem Restaurant anbieten: Auch die Anfahrt kann für Allergiker eine Tortur werden...

Alle anderen können Allergiker in ihr eigenes Reich einladen. Denn das sollte in der Heuschnupfen-Zeit sowieso gut geputzt sein.

Bekämpft Pollen – und lasst putzen

Am besten sollten die Räume in der Blütezeit nämlich häufiger gewischt und Polstermöbel abgesaugt werden, um den Pollen effektiv den Kampf anzusagen. Und zwar nicht vom Leidenden.

Denn beim Putzen werden die Pollen aufgewirbelt und das Nies-Konzert beginnt.

► Heißt für Allergiker: Beine hochlegen, andere machen lassen – und die saubere Wohnung genießen.

Lasst Outdoor-Sport sein – und genießt die Zeit daheim

Das klingt nach Couch-Potato. Und genau das sind Pollen-Allergiker in ihrer Leidenszeit. Denn Outdoor-Sportarten wie Radeln, Joggen oder Schwimmen im See fallen in der Blütezeit sowieso weg und das Fitnessstudio ist für viele in der warmen Jahreszeit keine Alternative.

Zudem lässt einen das Niesen und Husten nachts kaum schlafen, manche Heuschnupfen-Medikamente lassen einen zusätzlich müde sein. An Bewegung ist nicht zu denken.

► Dafür könnten die Leidenden sich Zeit für die noch nicht gelesenen Bücher machen oder einfach eine Serie von vorne nach hinten durchschauen.

Achtet auf die Ernährung – auch für die Figur

Um die Bikinifigur müssen Allergiker trotzdem nicht bangen. Denn während des Heuschnupfens raten Ärzte histaminhaltige Lebensmittel zu reduzieren und zu meiden. So auch zum Beispiel alkoholische Getränke, reifer Käse, Weizen und Schokolade, aber auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten.

Grund: Histamin ist der Stoff, den Abwehrzellen ausschütten. Auch bei Heuschnupfen.

► Histaminhaltige Lebensmittel reizen dann das Immunsystem weiter. Und einige davon machen bei zu wenig Bewegung eh dick.

Darüber hinaus müssen Allergiker während des Pollenflugs auf fettreiche Grillpartys ebenfalls verzichten. Das ist nicht nur gut, wegen der Pollenbelastung und für die Figur – sondern auch für die Mitmenschen.

Wer Heuschnupfen hat, kann auch saisonal mit Kreuzallergien zu kämpfen haben. Diese können sich auch in Nahrungsmittel-Allergien bemerkbar machen.

► So kommt es bei Birkenpollen-Allergikern besonders häufig zu Unverträglichkeiten von Stein- und Kernobst. Und mal ehrlich: Wer will ständig nachfragen, was in den Saucen und Salaten für Inhaltsstoffe sind?

Wechselt die Kleidung – und genießt es

Also bleiben Pollen-Allergiker daheim. Niesen vor sich hin – in ihren bequemsten Klamotten. Schließlich sollten sie ihre Kleidung eh wechseln, wenn sie durch die Haustüre kommen, um die Quälgeistern nicht munter in der Wohnung zu verbreiten.

Stattdessen wird geraten in Indoor-Kleidung zu schlüpfen. Eine tolle Gelegenheit für den alten Lieblingspulli oder um den neuen Trainingsanzug probezutragen.

► So oder so: Alle Kleidungsstücke sollten natürlich nicht zuvor, zum Trocknen draußen aufgehängt worden sein.

Wascht abends die Haare – und macht Wellness

Um den Wohlfühlfaktor zu erhöhen, sollten Pollen-Allergiker während der Blütezeit ihre Haare spätestens vor dem Schlafengehen waschen.

► Das lässt sich für manche geschundenes Näschen wunderbar mit einer kleinen Wellness-Auszeit am Abend verbinden. Und blockiert der Allergiker deshalb mal länger das Bad: Die Mitbewohner werden es wohl verstehen.

Lasst die Fenster lieber zu – den Mief riecht ihr nicht

Übrigens: Wer Pollen im Haus den Kampf ansagt, sollte auch die Fenster lieber zulassen. Den Mief riecht man dank verstopfter Nase ja eh nicht.

► Falls man trotzdem nicht auf frische Luft daheim verzichten will, so sollten Stadtbewohner am besten morgens lüften und am Land vorzugsweise spätabends. Dann soll die Pollenbelastung am geringsten sein. Dasselbe gilt nach längeren Regenschauern.

Tragt eine Sonnenbrille – für den guten Schein

► Und wenn man als Pollen-Allergiker selbst einmal raus möchte, hilft eine Sonnenbrille die Augen vor den Pollen zu schützen. Mit dem richtigen Gestell kann diese cool wirken.

Auch verbirgt sie rote Augen genauso gut, wie das Augenrollen, wenn wieder Tausende gute Ratschläge zum Thema Heuschnupfen kommen.