POLITIK
28/10/2018 12:52 CET | Aktualisiert 28/10/2018 12:56 CET

Dunja Hayali schlägt vor, Landtags- und Bundestagswahlen auf einen Tag zu legen

Wie die "'Qual' der Wahl(en)" beseitigt werden könnte.

dpa
ZDF-Moderatorin Dunja Hayali. 
  • In einem Facebook-Beitrag hat die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali vorgeschagen, Landtags- und Bundestagswahlen auf einen einzigen Tag zusammenzulegen. 
  • Aus ihrer Sicht würde das entscheidende Vorteile bringen – trotz einiger Hindernisse. 

Vor zwei Wochen hat die ganzen Bundesrepublik nach Bayern geschaut. Am Sonntag richtet sich nun der Blick gen Hessen. Hier wie dort wurde beziehungsweise wird zwar nur der neue Landtag gewählt. Doch die Abstimmung hat auch Auswirkungen auf die Bundespolitik – und das nicht nur wegen des Wahlausgangs.

Dadurch, dass quasi ständig in einem der 16 Bundesländer gewählt wird, entsteht aus Sicht von Kritikern ein permanenter Wahlkampf. Dieser und nicht die Sacharbeit im Bund steht dann im Fokus der Politik und Medien.

Die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali hat deshalb nun vorgeschlagen, wie diese ”‘Qual’ der Wahl(en)” beseitigt werden könnte: Warum nicht Landtags- und Bundestagswahlen zusammenführen?

Die Journalistin verweist in einem Facebook-Beitrag auf eine Empfehlung des ehemaligen FDP-Fraktionschefs Erich Mende, der schon 1958 fragte, “ob es nicht zweckmäßiger erscheine, die Termine aller Landtagswahlen und der Wahl des Bundestags auf einen Tag zu legen”, wie Hayali erinnert. 

Die Idee des “Superwahltags”

Zwar gab es damals schon Bedenken ob der Machbarkeit, doch Hayali findet die Idee nicht total abwegig, trotz “diverser – auch formaler – Umsetzungsprobleme”, wie sie zugibt. Sie schreibt:

“Nun stelle ich mir aber einmal vor, wir hätten heute – in Zeiten ganz anderer Kommunikationsmöglichkeiten als damals – tatsächlich nur einen Wahlkampfzeitraum, in dem nach bundes- und landesspezifischen Aussagen differenziert wird.”

Aus Sicht der 44-Jährigen würde das entscheidende Vorteile bringen:

► Es gebe nur einen Wahlzeitpunkt, einen Analysezeitraum und eine Zeit der Regierungsbildungen.

► Zugleich gebe es aber einen großen Zeitraum, wo “tatsächlich auch im Sinne föderalistischer Unterschiede und Kompetenzabgrenzungen zwischen Bund und Land gearbeitet wird, ohne dass man bereits auf die nächste, kurzfristig anstehende Wahl schielen muss”, glaubt Hayai.

Probleme, sind nur Herausforderungen

Schlussendlich hätte das wiederum den positiven Effekt, ist sich die ZDF-Moderatorin sicher, dass die Politiker viel besser auf Fortschritte und Fehler schauen würden und damit letztlich die gesamte Politik an Glaubwürdigkeit gewinne. 

Hayali bemerkt: Ein solcher “Superwahltag” bringe zwar Probleme, doch das seien “Herausforderungen, nicht mehr und nicht weniger”. 

(ak)