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24/04/2018 17:00 CEST | Aktualisiert 24/04/2018 18:32 CEST

Sex mit 15-Jähriger: Freispruch für 34-Jährigen – wegen einer SMS

Am Ende musste der 34-Jährige dennoch bezahlen.

gutaper via Getty Images
Die 15-Jährige habe dem 34-Jährigen Herz-Emojis geschickt. (Symbolbild)
  • Ein 34-jähriger Tiroler ist wegen Missbrauchs einer 15-Jährigen angeklagt gewesen
  • Herzchen-Emojis haben jedoch für den Freispruch des Angeklagten gesorgt

Angeklagt wegen Missbrauchs und Vergewaltigung habe sich ein 34-jähriger Tiroler vor dem Innsbrucker Landesgericht rechtfertigen müssen, wie das Nachrichtenportal “Tiroler Tageszeitung” schrieb.  

Dem Mann drohten bis zu zehn Jahre Haft, da er sich an einer 15-Jährigen vergangen haben soll. 

Bereits in der Vergangenheit sei der 34-Jährige wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verurteilt worden, heißt es weiter in dem Bericht.

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Widersprüchliche Aussagen

Das Mädchen habe den 34-Jährigen nach eigenen Aussagen vergangenes Jahr kennengelernt und sich mit ihm kurz nach Weihnachten das erste Mal alleine getroffen, schrieb das Newsportal.

Die beiden seien in die Wohnung des Mannes gegangen, um einen Film anzuschauen. Weiter habe der Tiroler die Minderjährige gebeten, die Kleidung auszuziehen, bevor sie sich auf sein Bett lege.

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Bis zu diesem Punkt haben die Aussagen des Mannes und des Mädchen angeblich übereingestimmt.

Nach Angaben des 34-Jährigen habe er die 15-Jährige anschließend massiert, danach hätten die beiden Sex gehabt – von beiden Seiten gewünscht.

Die Teenagerin habe jedoch behauptet, dass sie nicht mit dem Sex einverstanden gewesen sei und sich der Tiroler während sie geschlafen habe an ihr vergangen hätte.

WhatsApp-Herzchen sorgen für Freispruch

Die 15-Jährige erklärte laut Newsportal auch, dass sie seit dem Vorfall keinen Kontakt mehr mit dem 18 Jahre älterem Mann gehabt habe. Doch der Chat-Verlauf zwischen den beiden habe etwas anderes bewiesen: Auch nach der besagten Nacht wurden Nachrichten ausgetauscht.

Dabei habe die 15-Jährige dem Tiroler weiter Herz-Emojis geschickt. 

Diese Herzchen seien für das Gericht Beweis genug gewesen, um den Tiroler freizusprechen.

Am Ende der Verhandlung habe der 34-Jährige dennoch eine Strafe von 600 Euro bezahlen müssen – für den Besitz eines Elektroschockers, der eigentlich verboten sei.

(fk)