ENTERTAINMENT
02/06/2018 05:00 CEST

Heinz Sielmann im Google Doodle: Er war mehr als ein Tierfilmer

“Ich bin ein Leben lang in der Natur tätig und setze mich leidenschaftlich für ihre Erhaltung ein", sagte Sielmann.

Peter Bischoff via Getty Images
Heinz Sielmann moderierte die erfolgreiche Tiersendung “Expeditionen ins Tierreich”.
  • Am 2. Juni gedenkt das Google Doodle dem deutschen Tierfilmer Heinz Sielmann zu seinem 101. Geburtstag.
  • Neben seinen erfolgreichen Tierfilmen setzte sich Sielmann auch für den Tier- und Umweltschutz ein.

Er setzte sich unermüdlich für den Tier- und Umweltschutz ein – und prägte ganze Generationen mit seinen Tierdokumentationen: Der 1917 geborene Tierfilmer Heinz Sielmann wird am 2. Juni mit einem Google Doodle geehrt.

Der 2006 verstorbene Sielmann wäre an diesem Tag 101 Jahre alt geworden.

Seine Tierfilme machten Sielmann auch außerhalb Deutschlands berühmt

Sielmann filmte schon als Schüler begeistert die Tierwelt. Nach seinem Abitur studierte er Biologie und Zoologie. 1949 drehte er schließlich – nach dem Zweiten Weltkrieg – seinen ersten Kinofilm “Lied der Wildbahn”.

In den 50er Jahren machte er zusammen mit Verhaltensforschern Unterrichtsfilme – zum Beispiel über Eichhörnchen, Frösche oder Goldhamster.

Die Filme wurden auch in Schulen außerhalb Deutschlands gezeigt. Sein Film über Spechte unter dem Titel “Zimmerleute des Waldes” erhielt sogar den Bundesfilmpreis. In England fuhr Sielmann mit seiner Specht-Doku sogar bessere Einschaltquoten als die Fußballweltmeisterschaft in Bern 1954 ein.

Auch das Doodle zeigt Sielmann mit einem Specht. Illustriert wurde das Doodle von Dieter Braun.

1958 folgte ein Film über Berggorillas im Kongo. 1962 besuchte Sielmann dann die Galápagos-Inseln und drehte die beliebte Doku “Galápagos – Landung in Eden”.

Weitere Bekanntheit erlangte Sielmann, als er im Fernsehen die erfolgreiche Tiersendung “Expeditionen ins Tierreich” moderierte. Dafür benutzte er überwiegend eigenes Filmmaterial.

Mehr zum Thema:  Google Doodle: Wie Maria Reiche die Nazca-Linien schützte

Heinz Sielmann als Tier- und Umweltschützer

Doch Sielmann engagierte sich auch als Tier- und Umweltschützer: Seit er 1988 den Film “Tiere im Schatten der Grenze” gedreht hatte, setzte er sich dafür ein, den Todesstreifen der ehemaligen innerdeutschen Grenze in Thüringen für die Natur zu erhalten. 

Das Projekt Grünes Band Deutschland ist inzwischen Teil des Naturschutzprojektes Gründes Band Europa. 

1994 gründete er mit seiner Frau Inge die Heinz Sielmann Stiftung. Das Ziel: Lebensräume für bedrohte Arten schaffen und erhalten.

Die Stiftung zitiert ihn auf ihrer Webseite mit den Worten: “Ich bin ein Leben lang in der Natur tätig und setze mich leidenschaftlich für ihre Erhaltung ein. Jeder Mosaikstein, den ich für den Naturschutz setzen kann, ist für mich eine beglückende Bereicherung, ein Zugewinn an Lebensqualität. Dieses Bewusstsein möchte ich möglichst vielen Menschen weitergeben.”