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03/07/2018 16:39 CEST

Reiche Hausfrau beklaut Nachbarn – im Interview erklärt sie, warum

Die 30-Jährige wurde zur Seriendiebin.

  • Eine ehemalige Soldatin aus den USA ist vergangenen Sommer zur Seriendiebin geworden.
  • Sie habe keine Freude mehr in ihrem Leben gehabt – doch die Diebeszüge seien aufregend gewesen, sagt die Frau jetzt in einem Interview.

“Ich dachte, ich hätte alles, was sich eine Frau nur wünschen kann”, sagt Melissa B. dem TV-Sender WLWT. Die 30-jährige Hausfrau und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem Vorort von Mason im US-Bundesstaat Ohio in einer Villa. 

Doch alles, was sie sich wünschte, hatte B. offenbar nicht. “Ich fühlte mich, als hätte ich nichts in meinem Leben, auf das ich mich freuen kann. Ich hatte keine Ziele, mir war langweilig”, sagt B. Bis sie schließlich im vergangenen Sommer anfing, ihre Nachbarn zu beklauen

Als sie ein Paket, das vor der Haustür eines Nachbarn lag, einfach nahm und es in ihren Mini-Van verfrachtete, sei das sehr aufregend gewesen. Danach habe sie den Drang verspürt, weiter und weiter zu klauen. Kontrollieren konnte sie ihn nicht.

Am nächsten Tag sei sie mit ihren Kindern von Tür zu Tür gefahren. Wenn sie ein Päckchen sah, sei sie in die Einfahrt gefahren, direkt zur Tür gegangen, habe nicht nach Überwachungskameras geschaut und das Paket einfach genommen. In zwei Tagen beklaute sie auf diese Weise zwölf Häuser. 

Sie wollte niemandem schaden

“Es war nicht so, als hätte ich es gebraucht. Aber es war sehr aufregend, zu sehen, was in dem Paket ist, es einfach so zu nehmen”, sagt B. jetzt in dem Interview. 

Sie habe nicht vorgehabt, die geklauten Sachen zu behalten, sondern sie an Bedürftige zu spenden. B. ist ehemalige Soldatin und war in Afghanistan im Einsatz. Sie entwickelte – wie viele Soldaten – nach ihrer Rückkehr eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Das könnte ein Grund sein, sagt B. Eine Psychologin habe ihr gesagt, dass die Taten ein Ersatz für ihren beendeten Dienst sein könnten.

Bei ihren Opfern habe sie sich entschuldigt, sagt B. unter Tränen. Sie habe am liebsten jeden umarmen und sagen wollen, dass sie niemandem einen Schaden zufügen habe wollen. 

Ein Richter hat B. jetzt zu 30 Tagen Haft verurteilt. 

(nc)