POLITIK
03/01/2018 20:00 CET | Aktualisiert 03/01/2018 22:28 CET

"Hat den Verstand verloren": Trump attackiert seinen Ex-Berater Bannon

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Kevin Lamarque / Reuters
US-Präsident Donald Trump

Nach einer am Mittwochmorgen bekannt gewordenen Kritik seines Ex-Beraters Stephen Bannon hat US-Präsident Donald Trump nun ebenfalls ausgeteilt. 

Das ist passiert:

► Trumps ehemaliger Chefstratege und Wahlkampfleiter Bannon hatte schwere Vorwürfe unter anderem gegen Donald Trump Jr. und Jared Kushner erhoben. Der US-Präsident giftet nun zurück.

► Bannon habe “sehr wenig zu unserem historischen Sieg” beigetragen, heißt es in einem Statement von Trump.

► Weiter heißt es: “Als er gefeuert wurde, hat er nicht nur seinen Job, sondern auch seinen Verstand verloren.” 

Darum ist das wichtig:

Bannon hatte zwar die US-Machtzentrale im August 2017 verlassen, galt aber auch nach seiner Rückkehr zur rechtspopulistischen Nachrichtenseite “Breitbart” als Trump-nah.  

Das Verhältnis scheint aber weitaus zerrütteter als angenommen - mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen für Trump. Denn bisher hielt sich der “Breitbart”-Chef mit Kritik an Trump und dem Ausplaudern von Insiderinformationen auf seiner Nachrichtenplattform zurück. Das könnte sich nun ändern.

Und möglicherweise gibt Bannon bald weitere brisante Details der Russland-Affäre bekannt.

➨ Mehr zum Thema: Trumps Eleven: Das sind die wichtigsten Verdächtigen in der Russland-Affäre

Was ihr noch wissen müsst: 

Bannons nun publik gewordene Äußerungen stammen aus dem Buch “Fire and Fury” von Michael Wolff, das kommende Woche erscheint und auf angeblich 200 Interviews basierend über Trumps Weißes Haus berichtet. 

In dem Buch wird der Ex-Berater zu dem berüchtigten Treffen zwischen Trumps Ex-Wahlkampfmanager Paul Manafort, Trump Jr. und Kushner mit einer russischen Anwältin mit den Worten zitiert:

“Die drei ranghohen Herren hielten es für eine gute Idee, in einem Konferenzraum im 25. Stock des Trump Towers eine Vertreterin einer ausländischen Regierung zu treffen - ohne Anwälte. (...) Jemand hätte sofort das FBI rufen sollen.”

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(Mit Material der dpa)