ENTERTAINMENT
18/04/2018 13:41 CEST

Hartz IV: Armes Kind braucht neue Schuhe – Hilfe kommt von ungeahnter Seite

Diejenigen, die am wenigsten haben, sind oft die großzügigsten Menschen.

Screenshot RTLII
Die kleine Chantal braucht dringend neue Schuhe.
  • Die Dokuserie “Hartz und herzlich“ gibt Einblicke in den harten Alltag von Hartz-IV-Empfängern - und ihren Zusammenhalt
  • In der aktuellen Folge schenkt die Langzeitarbeitslose Ela einem armen Kind ein neues Paar Schuhe 

Den Bewohnern der Benz-Baracken in Mannheim mangelt es an vielem. Die meisten von ihnen leben von Hartz IV oder einer anderen Form von Sozialhilfe. Nur an einer Sache mangelt es nicht: An Hilfsbereitschaft. 

Als die kleine Chantal nach der Schule vor verschlossener Türe steht, fackelt Nachbarin Beate nicht lange: Sie holt das Mädchen zu sich in die Wohnung und gibt ihr etwas zu essen. “Das kann nicht sein, dass die Kleine hier Hunger schiebt”, sagt die Langzeitarbeitslose

Eigentlich hatte Nachbarin Petra sich bereit erklärt, sich um das Mädchen zu kümmern und ihr bei den Hausaufgaben zu helfen, während ihr alleinerziehender Vater arbeiten geht. Doch sie scheint es vergessen zu haben. Jedenfalls ist sie nicht zuhause.

Mehr zum ThemaHartz-IV-Empfängerin findet endlich Job, dann wird es richtig schlimm

Hartz-IV-Empfänger halten zusammen

Also hilft Beate Chantal bei den Schulaufgaben – und das, obwohl sie selbst nicht viel von Mathematik versteht. 

Auch Nachbarin Ela kommt dazu. Als ihr Blick auf die Schuhe des Mädchens fällt, ist sie entsetzt: “Die sind dir aber noch zu groß, ne?” stellt die Mutter sofort fest. 

Chantal trägt eigentlich Größe 36;  die Schuhe, die sie anhat, waren ein Geschenk der Freundin ihres Vaters und sind ihr mehr als eine Nummer zu groß.

“Du machst dir deine Füße kaputt, weil du aus dem Schuh rausrutscht”, folgert Beate. Auch Ela sorgt sich um das Wohl des Mädchens und bietet kurzerhand an:

“Ich gebe dir ein Paar von mir.”

Als Beates Tochter Janine dem Mädchen wenig später die neuen Schuhe zubindet, strahlt diese vor Glück. “Jetzt kannst du besser rennen”, sagt sie zu Chantal. 

Nicht zuletzt zeigt die Szene: Diejenigen, die am wenigsten haben, sind oft die großzügigsten Menschen, die man treffen kann. 

Rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland leben dauerhaft oder wiederkehrend in einer Armutslage. Weitere 10 Prozent befinden sich zumindest vorübergehend in einer finanziell prekären Lebenslage. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann Stiftung hervor.

Wie Leben in Armut aussieht, zeigt auch die Sendung “Armut in Deutschland”, die ab kommendem Dienstag, 24.4. um 20: 15 Uhr bei RTL II ausgestrahlt wird.

(tb)