ENTERTAINMENT
07/11/2018 09:50 CET | Aktualisiert 07/11/2018 14:41 CET

Hartz-IV-Empfängerin hilft armem Mädchen, obwohl Frau selbst kaum Geld hat

“Von wem hast du denn solche Schuhe?”

RTL2
Die Hartz-IV-Frauen der Mannheimer "Benz Baracken" helfen sich gegenseitig.
  • Eine Hartz-IV-Empfängerin sieht, wie ein Kind aus der Nachbarschaft draußen ausgesperrt wurde.
  • Die Frau holt das Mädchen erst mal zu sich und schaut sich erstmal die Schuhe des Kindes an.

In der Sozialdoku “Hartz und Herzlich” begleitet der Sender RTL 2 Hartz-IV-Familien im Alltag.

In der letzten Folg war das Kamerateam in Mannheim unterwegs, in den sogenannten “Benz Baracken”. In dieser Wohnsiedlung, welche als sozialer Brennpunkt gilt, beziehen die meisten Bewohner Hartz IV.

Das Kamerateam begleitete in der Folge am vergangenen Dienstag verschiedene Familien der Baracken.

So beispielsweise der alleinerziehende Vater Uwe. Er wohnt mit Tochter Chantal in der Siedlung. Uwe arbeitet als Logistik-Arbeiter und hat tagsüber nicht viel Zeit für seine neunjährige Tochter.

Daher geht die nach der Schule zu Günthers Freunden: Markus und Petra. Das Paar wohnt ebenfalls in den Benz Baracken. Doch eines Tages steht die Neunjährige vor verschlossener Tür. Wo das Paar steckt, weiß sie nicht – und wartet deshalb auf dem Gehweg.

“Ich bin gerade aus der Schule gekommen, aber die beiden sind nicht da”, erklärt Chantal.

Hartz-IV-Empfängerinnen springen ein und helfen der Neunjährigen

Doch in den Baracken helfen sich die Bewohner offensichtlich gegenseitig: Die Hartz-IV-Empfängerinnen Beate und Ela aus der Nachbarschaft bemerken schnell, dass Chantal alleine auf dem Gehweg steht und bitten das Kind in die Wohnung von Beate, um nicht weiter draußen zu frieren.

Drinnen fällt Ela schnell auf: Mit den Schuhen der Neunjährigen stimmt etwas nicht.

Sie hakt bei Chantal nach: “Von wem hast du denn solche Schuhe?” Die erwiderte bloß, dass sie die Schuhe von einer Bekannten von Papa bekommen habe.

Hartz-IV-Empfängerin erkennt Not und will helfen, obwohl sie selbst nicht viel hat

Der Hartz-IV-Empfängerin Ela fällt das Problem sofort auf: “Die sind aber noch viel zu groß. Da sollte dein Papa eine Ohrfeige dafür bekommen.”

Auch Beate zeigt wenig Verständnis: “Damit machst du dir deine Füße kaputt, weil du immer aus den Schuhen rausrutscht. Die sind ja drei Nummern zu groß.”

Mehr zum Thema: Gegen Merkel! Hartz-IV-Empfängerin ätzt bei RTL2 – “Soll ihren Arsch bewegen”

RTL2
Obwohl sie selbst nicht viel Geld hat, gibt Ela ihre Turnschuhe weiter.

Ela zögert nicht lange und geht in ihre eigene Wohnung, um Chantal Schuhe in ihrer Größe zu besorgen. Ein Glück, denn die Neunjährige hat fast dieselbe Schuhgröße wie die Erwachsene.

Daher schenkt sie Chantal die Turnschuhe und wirft die alten Schuhe gleich in den Müll. Für das neunjährige Mädchen eine sichtliche Verbesserung der Lebenssituation.

Die bedankt sich bei ihrer Nachbarin mit einem “Danke, die sind viel besser.”

Für Nachbarin Ela sei das keine große Sache. Schließlich habe sie selbst ein Kind und wisse, wie es ist, am Existenzminimum zu leben.

(tb)