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04/10/2018 08:25 CEST | Aktualisiert 05/10/2018 08:57 CEST

Hartz-IV-Mutter undankbar über neue Wohnung – wegen der eigenen Familie

"Stern TV" begleitet die Situation um Familie Ritter bereits seit 24 Jahren.

  • Die RTL-Sendung “Stern TV” begleitet Familie Ritter aus Köthen bereits fast 25 Jahre lang.
  • Bekannt ist die Familie vor allem wegen ihrer rechtsradikalen Gesinnung sowie aggressiven Verhalten.
  • Oben im Video: Faktencheck – wie sozial gerecht ist Hartz IV?

 Familie Ritter aus der Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt ist inzwischen bekannt – dank der RTL-Sendung von “Stern TV”.

Im Jahr 1994 zeigt “Stern TV” das erste Mal Karin Ritter und ihre Söhne, den damals zwölfjährigen René, den neunjährigen Norman, den achtjährigen Andy und siebenjährigen Christopher.

Auffällig zeigten sich vor allem die Söhne der Familie Ritter, die schon in jungen Jahren rechtsradikale Parolen skandierten und sich gewaltbereit zeigten – einer Nachbarin zertrümmerten sie die Wohnung und bedrohen sie mit Baseballschlägern

Die Familie haust heute in einer Obdachlosenunterkunft – Mutter Karin ist arbeitslos und bezieht Hartz IV.

Nun soll die Familie zwangsumgesiedelt werden, die Baufirma habe die Sanierung der Unterkunft aufgenommen. Karin Ritter will aber nicht ausziehen – und das, obwohl sie sich seit Jahren über ihre Wohnsituation beschwert.

Während der Sanierungsarbeiten soll die Familie eine andere, bessere Bleibe finden. Karin Ritter müsste in der Zeit allerdings mit ihren Söhnen Norman und Christopher wohnen. Beide sind oft alkoholisiert und aggressiv, Karin Ritter fürchtet sich mittlerweile vor ihren eigenen Söhnen. 

Sie machte bereits klar: “Ich will nicht mehr mit denen unter einem Dach wohnen, in der Wohnung, wo wir jetzt hinsollen.”

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In der neuen Folge "Stern TV" zeigt sich Karin Ritter undankbar.

Karin Ritter protestiert acht Stunden lang – dann gibt sie auf

Zwar gab es einen Großbrand in dem Gebäude, in das die Familie ziehen soll, doch einige Wohnungen sind trotzdem bewohnbar. Die Ritters sollen dort einziehen. Nach acht Stunden Protest muss Karin Ritter weichen und in die neue Wohnung. 

Doch Karin Ritter scheint verbittert. Die Aussicht, mit ihren Söhnen zusammenziehen zu müssen, lässt die Hartz-IV-Empfängerin immer mehr Gründe finden, gegen die neue Wohnung zu protestieren.

Dass die neue Wohnung im zweiten Stock liegt zum Beispiel, passt ihr nicht – sie schaffe es nicht, die Treppen zu steigen. Auch ist sie entsetzt darüber, die Wohnung nun selbst einrichten zu müssen, setzt sich auf ihre Couch und zündet sich eine Zigarette an.

Immerhin hat die Familie in der neuen Wohnung nun ein eigenes Bad mit Badewanne – die alter Unterkunft verfügte nicht einmal über sanitäre Anlagen. 

Doch auch hier finden sich bei der Hartz-IV-Empfängerin wenig Anzeichen von Dankbarkeit: “Ja Bad ist ganz schön, aber kein Fenster.” Offenbar muss sie sich erst an die neue Situation gewöhnen. 

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Norman Ritter mit seiner Mutter Karin. 

Schon nach einigen Minuten macht ihr das Zusammenleben mit ihren Söhnen Norman, Christopher und Andy zu schaffen, als sie laute Musik hört. Die drei Söhne beziehen die Wohnung direkt gegenüber von der Unterkunft der Mutter. Dann entfacht ein kleiner Streit, als Norman betrunken ins Wohnzimmer torkelt und eine Zigarette verlangt. 

Letztlich ist Karin Ritter doch noch zufrieden mit der Wohnung: “Die Wohnung ist wunderschön, aber die Mitbewohner nicht.” Die Söhne machen ihr schwer zu schaffen. 

Am Ende des Berichts heißt es, sie habe sich für die schöne und saubere Unterkunft noch bedankt. Bleibt zu hoffen, dass die Streitereien zwischen Mutter und Söhnen nicht eskalieren.  

(ak)