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17/04/2018 07:42 CEST | Aktualisiert 17/04/2018 09:58 CEST

Harry Anderson ist tot: Nach "Immer Ärger mit Dave" erfüllte er sich Wunsch

Nach seinem TV-Aus lebte Anderson für seine große Leidenschaft – die Zauberei.

AP
Harry Anderson wurde unter anderem mit “Harrys wundersames Strafgericht“ berühmt.
  • Der Star aus “Immer Ärger mit Dave“ wurde tot in seinem Haus gefunden
  • Der Schauspieler und Zauberer hatte ein bewegtes Leben

Der Schauspieler Harry Anderson wurde am Montag in seinem Haus in North Carolina tot aufgefunden. Anderson ist 65 Jahre alt geworden.

Die Polizeibehörde von Asheville meldete, dass die Beamten am frühen Montag auf einen Anruf von Andersons Haus reagierten und ihn tot vorfanden. Ein Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen.

Anderson war Schauspieler und Zauberer

Mit Sitcoms wie “Cheers“ (1982-1993), “Harrys wundersames Strafgericht“ (1984-1992) und “Immer Ärger mit Dave“ (1993-1997) wurde der US-Schauspieler weltweit berühmt.

Für “Harrys wundersames Strafgericht“ wurde er dreimal für den Emmy nominiert: 1985, 1986 und 1987. In seiner Rolle des Harry T. Stone konnte er seine zweite Leidenschaft einem breiten Publikum vorstellen: die Zauberei.

Anderson war stolz darauf, sowohl Zauberer als auch Schauspieler zu sein.

Ein Hippie, Straßenkünstler und Zauberer

“Ich kam als Kind zu Magie”, sagte er gegenüber Associated Press im Jahr 1987. “Im Gegensatz zu den meisten Kindern blieb ich dabei. Meine Highschool-Lehrer fragten mich immer, was ich tun würde. Es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin – verfügbar für Wochenendarbeit, Partys und Bar Mizwa. ”

Anderson wurde am 14. Oktober 1952 in Newport, Rhode Island, geboren. Er wuchs in New York auf und zog als Teenager nach Oregon. Dort wurde er Hippie.

“Das Shakespeare-Festival in Ashland, Oregon, schien ein guter Ort zu sein, um einen Zauberladen zu eröffnen”, sagte er. “Mit 18 war ich bereit für den Ruhestand. Es dauerte nicht lange, bis ich als Zauberer etabliert war. Ich arbeitete in San Francisco und ich bot Magie und Spezialeffekte auf dem Festival an.”

Anderson arbeitete aber auch als Straßenkünstler in San Francisco, New Orleans und Austin, Texas, – nur um einige Städte zu nennen.

Als er zum ersten Mal bei “Saturday Night Live” auftrat, kam Anderson direkt von der Straße.

″‘Cheers’ war mein erster Schauspieljob, aber es war im Grunde der Charakter, den ich auf der Straße entwickelt hatte”, sagte er. 

“Ich kann tun, was ich tun will”

Eine “People”-Magazin-Geschichte im Jahr 2002 besagte, dass  Anderson später aus Hollywood verschwand und als Besitzer eines New Orleans Zauberladens wieder aufgetaucht war.

“Ich bin reicher als Davy Crockett”, sagte Anderson in der Geschichte. “Ich kann mich zurücklehnen und tun, was ich tun will. Und was ich tun möchte, sind Kartentricks und Magie.”

Dazu gehören Zaubershows für Firmenkunden (“Fünfundfünfzig Minuten mit Applaus”, sagt Anderson) bei 20.000 Dollar pro Gig.

Nach den Verwüstungen des Hurrikans Katrina zog er nach Asheville.

Anderson hatte zwei Kinder aus seiner ersten Ehe mit Leslie Pollack. Seine zweite Frau, Elizabeth Morgan, gehört zu seinen Hinterbliebenen. 

(lm)