POLITIK
13/09/2018 08:34 CEST | Aktualisiert 13/09/2018 11:09 CEST

Hambacher Forst: Polizei beginnt Räumung des besetzten Waldes

Top-News To Go.

Wolfgang Rattay / Reuters
Einsatzkräfte der Polizei am Donnerstagmorgen im Hambacher Forst. 

► Die Polizei hat am Donnerstagmorgen die Räumung der Baumhäuser im Hambacher Forst begonnen.

► Per Megafon wurden die Aktivisten am Donnerstag aufgefordert, die Baumhäuser innerhalb einer Frist freiwillig zu verlassen, sagte ein Sprecher der zuständigen Stadt Kerpen am Donnerstag.

► “Wenn sie dann nicht freiwillig runterkommen, dann werden wir mit Hilfe der Polizei die Baumhäuser räumen”, sagte der Sprecher.

► Die Polizei ist bereits mit einem Großaufgebot in den Wald vorgerückt und hat mehrere Baumhäuser der Aktivisten umstellt sowie eine Sitzblockade aufgelöst.

► Ein Video einer WDR-Journalistin zeigt, wie die Einsatzkräfte hart gegen eine Demonstrantin vorgehen, die die Räumung stören wollte. 

Das ist der Hintergrund des Protests im Hambacher Forst: 

Der Hambacher Forst liegt im Südosten des Braunkohle-Tagebaus Hambach zwischen Aachen und Köln. Längst ist er zu einem Symbol des Widerstands gegen den Braunkohle-Abbau geworden.

Vor Beginn der Kohleförderung war der Wald 4100 Hektar groß, mittlerweile wurden nach Angaben von RWE 3900 Hektar für den Tagebau gerodet.

Im Herbst will der Energiekonzern mehr als die Hälfte des übrig gebliebenen Waldes fällen, um weiter Kohle baggern zu können. Damit anfangen darf RWE, das den Wald besitzt, frühestens im Oktober.

Gegen die Abholzung gibt es seit langem Proteste. Rodungsgegner haben den Forst in Baumhäusern besetzt. 

Der Protest vor Ort richtet sich vor allem gegen den Abbau von Braunkohle allgemein. RWE argumentiert, die Abholzung sei unvermeidbar, um die Stromproduktion in den Kraftwerken zu sichern.