POLITIK
13/07/2018 18:32 CEST | Aktualisiert 13/07/2018 18:50 CEST

Hacking auf Clinton: 12 Anklagen in den USA gegen russische Geheimdienstler

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Leah Millis / Reuters
Der stellvertretende US-Justizminister Rod Rosenstein. 

► US-Sonderermittler Robert Mueller hat in der Russland-Affäre um Donald Trump Anklage gegen zwölf russische Geheimdienstler erhoben.

► Ihnen werde vorgeworfen, mit Hacking-Angriffen in die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA eingegriffen zu haben, sagte der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein am Freitag in Washington.

► Konkret geht es um die gehackten Emails von Donald Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton. Mit den Anklagen gegen die Geheimdienstler geht die US-Justiz davon aus, dass russische Militärs hinter den Hackingangriffen stecken, die unter den Begriffen “DCLeaks” und “Guccifer 2.0″ bekannt geworden waren.

Darum sind die 12 Anklagen so wichtig: 

Lange war spekuliert worden, wer hinter den Hackern steckt. Die bisherige Annahme, es könnten Amerikaner oder Rumänen sein, ist damit hinfällig. 

Damit wird das größere Bild der sogenannten Russland-Affäre klarer. Sonderermittler Mueller untersucht mögliche Absprachen zwischen dem Wahlkampf-Team von Trump und Russland. 

Mit den Anklagen wirft die US-Justiz Russland offen vor, einen Angriff auf die Präsidentschaftswahlen gemacht zu haben. Ein Kommentator auf dem US-Sender CNN sprach daher auch von einem “Game-Changer”. 

Was das für Donald Trump bedeutet: 

Unter den Anklagen ist kein Amerikaner. Das stellte Rosenstein am Freitag klar. 

Der Zeitpunkt der Anklagen aber ist brisant: Sie kommen nur wenige Tage, bevor Trump am Montag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Gipfel in Helsinki zusammenkommen wird. Die amerikanische Öffentlichkeit erwartet, dass der US-Präsident die Einmischung in den Wahlkampf dann anspricht.