POLITIK
16/04/2018 11:00 CEST

Ex-Minister Guttenberg attackiert Merkel wegen Untätigkeit im Syrien-Krieg

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Michael Dalder / Reuters
Der ehemalige Verteidigungsminister kritisiert Deutschlands Verhalten im Syrien-Konflikt.

► Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wirft der Bundesregierung vor, sich nicht an dem Syrien-Angriff beteiligt zu haben.

► In der “Bild” bezeichnete er Merkels Begründung als “billige Ausreden”, die Bundesregierung habe “einmal mehr gezeigt, dass sie ein “Großmeister der Dialektik” sei.

► Nach der deutschen Absage zu einer militärischen Beteiligung im Syrien-Konflikt befürchtet zu Guttenberg nun einen nachhaltigen Schaden für Deutschland auf Nato-Ebene

Warum zu Guttenbergs Vorwurf wichtig ist:

In der Nacht zum Samstag hatten die USA, Frankreich und Großbritannien drei Ziele in Syrien bombardiert. Der Angriff war eine Reaktion auf den Giftgasanschlag des syrischen Regimes in Duma. Deutschland hatte eine  Beteiligung von vornherein abgelehnt. 

Mehr zum Thema: Die 4 größten Kritikpunkte der Medien am Militärschlag gegen Syrien

Zu Guttenberg wirft der Bundesregierung vor, die anderen “die Drecksarbeit” machen zu lassen und fordert mehr als “hehre und hübsche Worte”.

Volker Kauder, Unions-Fraktionschef, hingegen verteidigte das Verhalten der Bundesregierung: “Wir können nicht überall mit der Bundeswehr sein.” 

Was ihr sonst noch wissen müsst:

Kauder schließt Gespräche mit Syriens Präsident Assad nicht aus, wirkliche Entscheidungen könne aber nur der russische Präsident Wladimir Putin machen.

Bundesaußenminister Heiko Maas schließt die Einbindung von Assad hingegen aus. Jemand, der Chemiewaffen gegen seine Bevölkerung einsetze, könne nicht Teil der Lösung sein.

Auch Maas ist der Ansicht, ohne Russland werde man einen politischen nicht wieder in Gang setzten können, “ob es einem gefällt oder nicht”.

(mf)