POLITIK
11/08/2018 07:54 CEST | Aktualisiert 11/08/2018 15:54 CEST

"Merkel bereitet alles vor": Günther (CDU) spricht vom Rückzug der Kanzlerin

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Im Video oben: “Merkel ist völlig fertig” – das sagt Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht über den Zustand der Kanzlerin. 

Es sind Worte über die Zeit nach Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die schnell näher zu rücken scheint. 

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sieht die Führungsspitze der Christdemokraten im Umbruch. “Es ist nie jemand allein die Zukunft einer Partei“, sagte er im Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Blick auf Merkel.

► “Wir haben viele neue Ministerpräsidenten. Wir haben ein Bundeskabinett, das auf CDU-Seite mit jungen Frauen und Männern fast völlig umgebildet wurde“, gab Günther zu bedenken. “Daher glaube ich, Angela Merkel bereitet alles vor, damit die CDU auch nach ihr eine erfolgreiche Zukunft hat.“

Zur seit Längerem schwelenden Debatte um die Nachfolge der Parteichefin sagt der 45-Jährige nun: “Niemand wird bestreiten, dass es eine Zeit geben wird, in der sie nicht mehr Bundesvorsitzende und Kanzlerin sein wird, und das weiß sie auch.“

Darum ist die Wortmeldung über Merkels Rückzug wichtig:

► Die gescheiterte Jamaika-Bildung, die wackelige GroKo, der Asylstreit in der Union, der in einer Regierungskrise endete – Merkels mögliches politisches Ende war in den vergangenen Monaten immer wieder spürbar.

Seit der Bundestagswahl gilt die CDU-Chefin als angeschlagen. 2017 holte die Partei das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. Anfang Dezember will sie sich allerdings erneut beim Bundesparteitag in Hamburg zur Wiederwahl stellen. 

Was ihr sonst noch wissen solltet:

► Günther selbst zählt zu den Nachwuchshoffnungen seiner Partei. In unionsinternen Auseinandersetzungen hatte er sich stets auf die Seite Merkels gestellt, stieß allerdings als einer der ersten CDU-Spitzen nach der Bundestagswahl eine Nachfolgedebatte an.

► “Die Menschen haben ein Rieseninteresse, dass Angela Merkel das Land weitere vier Jahre erfolgreich führt. Sie wollen aber dann auch Perspektiven sehen, wie es danach weitergeht”, sagte er im “Focus”.