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05/06/2018 19:39 CEST | Aktualisiert 05/06/2018 22:28 CEST

Gündogan schildert, wie er die Kritik am Erdogan-Treffen erlebte

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CHRISTOF STACHE via Getty Images
Gündogan im Trainingslager der Nationalmannschaft in Italien.

Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat sich erneut zum umstrittenen Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert.

“Die Reaktionen haben mich getroffen, vor allem auch die persönlichen Beleidigungen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dass Kritiker nun behaupten, er sei nicht integriert, “war für mich ein tiefer Schlag”. Er sei offen für Kritik. “Aber beleidigen lassen will ich mich auch nicht.”

Für Gündogan sei es eine Erfahrung gewesen, “die nicht leicht war. Wir haben aufgrund unserer türkischen Wurzeln noch einen sehr starken Bezug zur Türkei”, betonte er. Es sei aber nie Thema gewesen, “ein politisches Statement zu setzen”.

Darum ist Gündogans Äußerung wichtig:

Der Erdogan-Eklat lässt Gündogan und Mesut Özil, der ebenfalls beim Treffen anwesend war, vorerst nicht los. Am Medientag der Nationalmannschaft nehmen die beiden Spieler nicht teil. 

Gündogan äußerte sich nun aber im dpa-Interview über die anhaltende Kritik, während Özil bisher schweigt. 

Was Gündogan noch sagte: 

Im Testspiel gegen Österreich wurde Gündogan auch von den eigenen Fans ausgepfiffen. Dazu sagte der Spieler: “Man ist ja Pfiffe von gegnerischen Fans gewohnt. Aber wenn die eigenen Fans pfeifen, ist es schwierig, damit umzugehen. Warten wir mal ab, wie es in Leverkusen ist.”