POLITIK
03/08/2018 06:33 CEST | Aktualisiert 03/08/2018 08:06 CEST

Alleinerziehende: Göring-Eckardt macht Bundesregierung schwere Vorwürfe

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dpa
Göring-Eckardt bei einer Debatte im Bundestag (Archibild). 

► Die Fraktionschefin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, kritisiert die Familienpolitik der Bundesregierung

► “Wir haben in Deutschland eine gute Wirtschaftslage, die Arbeitslosigkeit ist niedrig, und trotzdem ist jede dritte Alleinerziehende von Armut bedroht. Das macht mich wütend, denn die Zahlen sind erschreckend”, sagte Göring-Eckardt der “Passauer Neuen Presse” vom Freitag.

► Sie wirft der Bundesregierung vor, diese Frauen und ihre Kinder seit Jahren im Stich zu lassen. Maßnahmen wie die Kindergelderhöhung kämen bei den Alleinerziehenden, die Hartz IV beziehen, gar nicht an, das werde sofort verrechnet.

Diese Zahlen zu Alleinerziehenden müsst ihr kennen: 

Das Statistische Bundesamt hat am Donnerstag neue Zahlen zur Lage von Alleinerziehenden vorgestellt. Zwar sank demnach das Armutsrisiko von Alleinerziehenden in den vergangenen Jahren leicht – aber es liegt immer noch weit über dem Bevölkerungsdurchschnitt.  

In Deutschland lebten im vergangenen Jahr rund 1,5 Millionen Alleinerziehende. 

Die Armutsgefährdungsquote für Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten lag 2016 bei 33 Prozent und damit rund doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt. 2011 lag die Quote noch bei 37,1 Prozent. 

Was Göring-Eckardt vorschlägt:

Göring-Eckardt fordert eine “umfassende Kindergrundsicherung”

“Als ersten Schritt brauchen wir dazu eine Reform des Kinderzuschlags“, sagte die Grünen-Politikerin der “PNP”. Hier müssten unnötige bürokratische Hürden abgebaut werden.

Mit Material der dpa. 

(jg)