WIRTSCHAFT
11/05/2018 10:45 CEST | Aktualisiert 14/05/2018 13:49 CEST

Neue Statistik: Trinkwasserpreise leicht angestiegen

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lolostock via Getty Images
Eine neue Statistik zeigt, wo die Trinkwasserpreise gestiegen sind. 

Die Trinkwasserpreise für Verbraucher sind zwischen 2005 und 2016 insgesamt etwas leichter gestiegen als das allgemeine Preisniveau. Während Trinkwasser über die Elf-Jahres-Spanne um 17,6 Prozent teurer wurde, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 16,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Die Wiesbadener Behörde nannte diese Zahlen in Reaktion auf eine Auswertung der Grünen-Fraktion im Bundestag, in der die Teuerung für Wasser zunächst als viel höher angegeben wurde. Bei ihnen war noch von einer Erhöhung um 25 Prozent um Zeitraum von 2005 und 2016 die Rede.

Was die Grünen kritisieren:

Anton Hofreiter, Vorsitzender der Bundestagsfraktion, kritisiert, die Preissteigerungen seien auch Ergebnis “der katastrophalen Agrarindustriepolitik der Bundesregierung”. Die Landschaft werde mit Gülle überschwemmt, was das Trinkwasser teurer machte.

Markus Tressel, Sprecher der Grünen für Ländliche Räume, moniert, dass die öffentlichen Subventionen für die Trinkwasserinfrastruktur teils zurückgingen, was den Verbraucher belaste.

Was ihnen Verbände entgegnen:

Der Deutsche Bauernverband entgegnete, die Auflagen für Landwirte in Trinkwassergebieten seien bereits “exorbitant”. Der stellvertretende Generalsekretär Udo Hemmerling sprach von “Panikmache” der Grünen.

KORREKTUR: Wir hatten zunächst über die Zahlen der Grünen-Fraktionen berichtet. Die Grünen bezogen sich dabei allerdings auf eine Datenquelle zur Umweltstatistik – die dortigen Zeilen seien wegen methodischer Änderungen nicht über den Gesamtzeitraum vergleichbar, kritisiert das Statistische Bundesamt. Wir haben unsere Meldung entsprechend korrigiert.

 

(ll)