POLITIK
28/03/2018 07:57 CEST | Aktualisiert 28/03/2018 17:04 CEST

Grundeinkommen statt Hartz IV? Arbeitsminister Heil offen für Gespräche

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Die wichtigsten Infos des Textes seht ihr zusammengefasst auch im Video oben.

► Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil (SPD) hat sich offen für Gespräche über eine Abschaffung von Hartz IV und die Einführung eines Grundeinkommens geäußert. 

► Heil sagte der “Bild”-Zeitung: “Das ist eine notwendige Debatte, die wir führen werden.” 

► Der SPD-Politiker betonte, er setze dabei auf “konkrete und machbare Lösungen, die der Lebensrealität der Menschen entsprechen.” 

Darum sind Heils Überlegungen zu HartzIV wichtig: 

In der SPD wird gerade eine offene Debatte über die Abschaffung der Hartz-IV-Gesetze geführt.

Parteivize Ralf Stegner sagte unlängst dem “Spiegel”: “Das aktuelle System befördert Abstiegsängste, viele Empfänger fühlen sich abgeschrieben, zu wenige schaffen den Übergang in normale Arbeit.”

Im Jahresschnitt 2017 gab es 6,07 Millionen Hartz-IV-Bezieher – 4,37 davon waren arbeitslos. Langzeitarbeitslos sind 868.000 Menschen. 

Mehr zum Thema: Es geht nicht um Geld: Was alle in der Debatte um Hartz IV falsch verstehen

Was ihr noch über das Grundeinkommen wissen müsst: 

Stegner brachte ebenso wie Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) das sogenannte solidarische Grundeinkommen als Alternative für Hartz IV ins Gespräch. 

► Anders als das bedingungslose Grundeinkommen, soll das solidarische Grundeinkommen als Gegenleistung für Arbeit gelten. Müller sprach konkret von 100.000 Jobs in der Betreuung oder im Vereinswesen, die durch das Konzept geschaffen werden könnten.