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26/06/2018 13:30 CEST | Aktualisiert 26/06/2018 14:11 CEST

Mit 200 Angehörigen: Großfamilie bedroht Chefarzt von Kölner Klinik

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Das 6-jährige Mädchen aus Köln kam bei ihrer vierten Herz-Operation ums Leben. Oben im Video seht ihr die Geschichte von einer Fotografin, die Familien in ihrer verletzlichsten Zeit fotografiert – wie ein 2-jähriges Mädchen, das stirbt, während sie auf ein Spender-Herz wartet.

► Etwa 200 Angehörige einer serbischen Großfamilie haben einen Chefarzt der Kölner Uniklinik bedroht, das berichtet der “Kölner Stadtanzeiger ”(“KSTA”).

► Der Vorfall soll bereits am Freitag passiert sein. Doch erst am Montag wurde das Ausmaß bekannt: Demnach mussten 20 Streifenwagen zu dem Krankenhaus ausrücken, um es zu schützen.

► “In diesem Extremfall wurden jedoch Grenzen überschritten und wir hatten keine andere Wahl, als umgehend die Polizei einzuschalten“, kommentierte ein Kliniksprecher den Einsatz.

► Ursache der Aufruhr ist der Tod eines sechsjährigen Mädchens, das nach einer Operation verstorben war. Die Angehörigen forderten eine Untersuchung der Umstände.

Das sind die Hintergründe des Vorfalls in der Kölner Uni-Klinik:

“Die Kleine wurde zum vierten Mal am Herz operiert. Der Arzt sagte nach der OP, dass alles gut verlaufen sei”, sagte ein Onkel des Mädchens der Kölner Lokalzeitung “Express”.

Anschließend soll es dennoch zu Komplikationen gekommen sein, in deren Folge das Kind schließlich verstarb. Daraufhin sollen sich erst zwei Dutzend, später noch wesentlich mehr Angehörige zu dem Krankenhaus begeben haben. 

Im Zuge dessen soll vor allem der 54-jährige Vater aggressiv geworden sein, er machte die Ärzte für den Tod seiner Tochter verantwortlich, “Der Chefarzt, der nichts mit der OP zu tun hatte, wurde von dem Mann mit dem Tod bedroht”, erklärte ein Polizei-Sprecher der “Bild”

Laut “KSTA” hat die Staatsanwaltschaft den Leichnam beschlagnahmt. Eine Obduktion soll nun klären, wie das Mädchen starb.