BLOG
24/06/2018 23:30 CEST | Aktualisiert 24/06/2018 23:30 CEST

Großes Kino: Die berühmtesten Kleider der Filmgeschichte

Ob royale Hochzeit, Preisverleihung oder Filmpremiere: Die Outfits der weiblichen Gäste sind die Stars jeder Promi-Veranstaltung. Doch nicht nur im realen Leben setzen Festkleider Statements und Akzente. Einige große Roben haben den Sprung von der Leinwand auf die Laufstege geschafft - und manchmal einen völlig neuen Look kreiert.

nastya_gepp / pixabay
Kleider gibt es in vielen Formen und Größen

Mehr Schein als Sein

Schon Disneys Cinderella wusste, wie sehr es in bestimmten Situationen auf Äußerlichkeiten ankommt. Damit sie beim königlichen Ball nicht sofort als Außenseiterin auffallen würde, versorgte ihre zaubermächtige Patin sie mit märchenhaften Kleidern und Schuhen. Doch die Pracht löste sich Schlag Mitternacht in Nichts auf und verschwand samt Kürbis-Kutsche und Ratten-Rappen wo sie hergekommen war: im Zauberreich.

Auch das bemerkenswerte Outfit der "Gone with the wind"-Protagonistin Scarlett O'Hara war nichts weiter als Lug und Trug: Um ihren heimlichen Schwarm Rhett Butler zu beeindrucken und Vermögen vorzutäuschen, opferte sie die Vorhänge der elterlichen Stube und ließ sich daraus eine ausladende Samt-Robe inklusive Hütchen schneidern. Letztlich verriet ein Accessoire den Fake, den der aufmerksame Mr. Butler erkannte am Gürtel des Kleides die ehemalige Gardinen-Quaste.

Schnitte und Stoffe als Trendsetter

Doch auch Kleider, die von einem Fachmann der Branche kreiert worden sind, können sich als großer Bluff erweisen. Das weiß niemand besser als Holly Golightly, das mädchenhafte It-Girl aus Truman Capotes Novelle "Frühstück bei Tiffany". Sie besaß nur ein Marken-Outfit, das ihrem vorgegaukelten Lebensstil entsprach - und musste es dementsprechend gewinnbringend einsetzen. Für Blake Edwards Verfilmung inszenierte Modezar Hubert de Givenchy Hollys Lieblingsgarderobe als "kleines Schwarzes" und löste damit einen wahren Run auf ähnlich gearbeitete Etuikleider aus.

Einen ähnlichen Effekt hatte es rund 10 Jahre zuvor gegeben, nachdem Regisseur Billy Wilder die Schauspielerin Marilyn Monroe über einem Lüftungsschacht platzierte. Ihr hochwirbelndes weißes Neckholder-Kleid war das eigentliche Highlight im "Verflixten 7. Jahr" und avancierte samt den passenden Ohrringen zur angesagtesten Kombi der ausgehenden 1950er Jahre.

Ebenso öffentlichkeitswirksam waren die später folgenden Roben der weiblichen "Matrix"-Stars. Ob schlicht-burschikos wie das Mantel-Kleid von Trinity oder verführerisch-raffiniert wie die sexy Outfits von Persephone: Der Film und seine nachfolgenden Teile machten das vormalige Fetisch-Material Latex salonfähig und sorgte dafür, dass es bald auch als hautenges Abendkleid "tragbar" war.

Unvergessliche Auftritte in effektvollen Roben

Aber auch weniger experimentelle Stoffe setzten Highlights: So inspirierte das smaragdgrüne Seidenkleid, welches Keira Knightley in "Abbitte" trug, zahlreiche Bräute zur Nachahmung. Viele der zukünftigen Ehefrauen variierten die ungewöhnliche Farbe durch Pastell-Nuancen und kreierten sich Festkleider mit einem Hauch Extravaganz.

Etwas jüngere Fans fand das Ballkleid, das Jany Temime für die Filmfigur Hermine Granger entwarf. In einem Traum aus rosé- und pinkfarbenen Volants wirkte der ehemalige Naseweis plötzlich so erwachsen und begehrenswert, dass sich ihre männlichen Co-Darsteller gleich reihenweise verliebten. Die nachgeschneiderten Versionen des Kleides fanden reißenden Absatz, denn zahlreiche weibliche Fans wollten auf ihrem Abschlussball genauso verführerisch aussehen wie Emma Watson in ihrer Film-Robe.

Spannend: Die aktuelle C&A Kollektion zeigt, in welche Richtung der Trend im Mainstream geht. Und dieser ist - abgesehen von den deutlich geringeren Preisen - inzwischen gar nicht mehr so weit von den roten Teppichen in Los Angeles, Berlin oder Cannes entfernt.

thisismyurl / pixabay.com
Die Frau macht das Kleid

Augen auf beim Kleiderkauf

Leider war der große Auftritt nur wenigen Mädchen vergönnt, da sich der Reiz des Outfits nicht einfach auf jedes übertragen ließ. Wie gut die Farbe, Schnittform und Saumlänge eines Kleides zu seiner Trägerin passt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Neben der Körpergröße und -fülle spielen auch der Typ sowie die Haar-, Haut- und Augenfarbe der betreffenden Person eine Rolle.

Stehen der optimale Stil und die perfekten Nuancen erst einmal fest, können Frauen aus zahlreichen Modellen wählen - und frei entscheiden, ob sie sich beim Kauf an angesagten Trends und aktuellen Film-Roben orientieren oder doch lieber ihrem eigenen Style folgen wollen.