POLITIK
14/02/2019 11:29 CET

Großbritannien könnte nach No-Deal-Brexit der EU militärische Hilfe verweigern

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SOPA Images via Getty Images
Keine königlichen Truppen für die EU? Britische Diplomaten warnen, dass ein No-Deal-Brexit die militärische Zusammenarbeit zwischen der Union und Großbritannien bedrohen würde. 

► Europas Regierungen erhalten laut Informationen der HuffPost UK Warnungen, dass Großbritannien ihnen im Falle eines No-Deal-Brexit in Zukunft die militärische Hilfe verweigern könnte. 

► Britische Diplomaten berichten ihren europäischen Kollegen, dass Premierministerin Theresa May zwar weiterhin ein starkes Bündnis in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik anstrebe – zukünftige Regierungen Großbritanniens könnten jedoch weniger gewillt sein, EU-Missionen zu unterstützen. 

► Regierungsinsider betonen gegenüber der HuffPost, dass die Warnungen an die EU-Diplomaten keine Verhandlungstaktik im Brexit-Streit seien – sondern zeigen sollen, wie nachteilig ein No-Deal-Brexit für beide Seiten wäre. 

Welche Rolle die Sicherheitspolitik im Brexit-Streit spielt: 

May betont stets, dass ihr Land unablässig auch nach dem Brexit an einer militärischen Zusammenarbeit mit der EU festhalte

Die Premierministerin sah sich nach der Entscheidung ihrer Regierung, den Artikel 50 des EU-Vertrags zu aktivieren und den Austritt Großbritanniens aus der EU zu vollziehen, in sicherheitspolitischen Fragen der Kritik ausgesetzt. 

In ihrem Brief an die EU hatte May geschrieben, dass ein No-Deal-Brexit “bedeuten würde, dass unsere Kooperation im Kampf gegen Kriminalität und Terror geschwächt würde.” Der Brexit-Beauftragte des EU-Parlaments, Guy Verhofstadt, hatte May daraufhin “Erpressung” vorgeworfen. 

(lp)