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08/08/2018 06:34 CEST | Aktualisiert 08/08/2018 09:24 CEST

Großbrand in Siegburg fordert 32 Verletzte: Dramatische Bilder der Rettung

"Wir konnten nur zuschauen. Ich hatte Angst, dass das Feuer durch den Wald geht."

  • Bei einem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke sind zahlreiche Menschen verletzt worden.
  • Die wichtige Bahnverbindung musste gesperrt werden. Ein massiver Rettungseinsatz verhinderte Schlimmeres.
  • Im Video oben seht ihr Aufnahmen vom Feuerwehreinsatz.

 Nach einem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke mit zahlreichen Verletzten ist der Fernverkehr am frühen Mittwochmorgen wieder aufgenommen worden. Wann die wichtige Bahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt auch wieder für den Regionalverkehr freigegeben werden kann, sei noch unklar, sagte ein Bahnsprecher.

Bei dem Brand am Dienstag waren 32 Menschen verletzt worden, wie ein Sprecher der Leitstelle Rhein-Sieg-Kreis am frühen Mittwochmorgen sagte. Demnach wurde eine Person durch die Flammen schwer verletzt.

Die übrigen Betroffenen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen oder litten an Kreislaufproblemen. Die Angaben der Behörden zur Zahl der Verletzten waren am Abend noch auseinander gegangen. Die Leitstelle hatte zunächst von 28 Verletzten gesprochen.

“Wir konnten nur zuschauen”

OLIVER BERG via Getty Images

Durch die wochenlange Dürre konnte sich der Böschungsbrand rasend schnell ausbreiten und auf mehrere Häuser übergreifen.

Acht Gebäude wurden teils massiv beschädigt, die Bahnstrecke musste gesperrt werden. Nach Angaben der Leitstelle konnten 15 Bewohner ihre Häuser nicht mehr betreten. 13 von ihnen wurden in Ersatzquartieren der Stadt untergebracht, zwei kamen bei Familienmitgliedern unter.

Ein Augenzeuge sagte “Focus Online”: “Wir konnten nicht helfen. Wir konnten nur zuschauen. Ich hatte Angst, dass das Feuer durch den Wald geht. Hier sind viele Bäume.”

dpa

Einsatz dauert mehrere Stunden

Nach mehreren Stunden hatten die rund 550 Einsatzkräfte den Brand dann unter Kontrolle. Auch ein Wasserwerfer der Bundespolizei und ein Hubschrauber wurden angefordert. Am frühen Morgen war der Großeinsatz der Feuerwehr beendet. Lediglich ein Fahrzeug war den Angaben zufolge noch zur Brandschutzwache vor Ort.

dpa

“Die ersten Einsatzkräfte hatten quasi eine Feuerwand vor sich”, berichtete ein Feuerwehrsprecher von dem Einsatz. Durch die Trockenheit und die Hitze der vergangenen Wochen hätten die Flammen sich auf der Böschung sehr schnell ausbreiten können.

Aus den Häusern schlugen Flammen und dichter Rauch. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten, Lüftungs- und Klimaanlagen sollten abgeschaltet werden.

dpa