WIRTSCHAFT
24/04/2018 09:33 CEST | Aktualisiert 24/04/2018 09:42 CEST

GroKo-Pläne "unbezahlbar": Experten kritisieren Renten-Vorhaben

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ODD ANDERSEN via Getty Images
Ein Blick auf die Regierungsbank.

► Die wichtigsten Rentenversprechen der Bundesregierung würden laut Ökonomen Dutzende Milliarden Euro an Zusatzkosten bedeuten.

► Dies geht aus Berechnungen einer Gruppe von Rentenforschern hervor, die am Montag ans Bundeswirtschaftsministerium gegangen sind und der “Süddeutschen Zeitung” (“SZ”) vorliegen.

► Die Forscher vom Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik in München bringen daher eine Mehrwertsteuererhöhung ins Gespräch: Langfristig müsste die Steuer gar bei 26 Prozent liegen.

► Dazu zitiert die “SZ” den Rentenexperten Axel Börsch-Supan von der Forschungsgruppe mit den Worten: “Wie auch immer das finanziert wird – diese Kosten sind unbezahlbar.”

Darum ist der Bericht zu den GroKo-Rentenplänen wichtig:

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD als Ziel vereinbart, das Rentenniveau – also das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn – bis 2025 nicht unter 48 Prozent fallen zu lassen. Das ist nicht einmal besonders ambitioniert, aber, wie nun bekannt wird, trotzdem teuer.

Jedes Jahr müssten viele Milliarden Euro Steuergeld zusätzlich an die Rentenkasse überwiesen werden, um die Finanzierungslücke zu schließen.

Was ihr noch über die Rente wissen müsst:

Die Forscher kommen laut “SZ” zum Schluss, dass von 2023 an die Haltelinie für das Rentenniveau unterschritten und zwei Jahre später der Beitragssatz von 20 Prozent überschritten würde.

Dadurch würden 2025 elf Milliarden Euro im Jahr fehlen, 2030 bereits 45 Milliarden Euro, 2035 dann 80 Milliarden Euro und 2048 mehr als 125 Milliarden Euro im Jahr.

(mf)