POLITIK
10/12/2018 08:48 CET | Aktualisiert 10/12/2018 10:07 CET

Grausame Details im Fall Khashoggi: Das sollen seine letzten Worte gewesen sein

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Im Video oben: US-Senatoren machen saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman für Khashoggi-Mord verantwortlich.

► Im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi hat der US-Sender CNN nun dessen letzte Worte veröffentlicht. Sie zeigen, wie grausam die Täter vorgegangen sein müssen.

► Laut einer Quelle, die die eine übersetzte Transkription einer Tonbandaufnahme von Khashoggis letzten Momenten gelesen habe, waren Khashoggis letzte Worte: “Ich kann nicht atmen.” Dreimal soll er dies wiederholt haben, auch mehrere Schreie wurden in dem Transkript vermerkt.

► Die Quelle erklärte CNN, die Aufnahmen zeige, dass die Ermordung am 2. Oktober kein außer Kontrolle geratener Entführungsversuch gewesen sei, sondern die Ausführung eines vorsätzlichen Plans, den Journalisten zu ermorden.

Was nach Khashoggis Tötung passiert sein soll:

Laut des Transkripts soll nach der mutmaßlichen Erstickung Khashoggis zu hören sein, wie sein Körper mit einer Säge zerstückelt wird. Zugleich sei den mutmaßlichen Tätern geraten worden, Musik zu hören, um die Geräusche auszublenden, berichtet CNN.

Aus den Aufzeichnungen soll ebenso hervorgehen, wie die mutmaßlichen Täter aus dem saudischen Konsulat in Istanbul, wo Khashoggi ermordet wurde, eine Reihe von Telefonaten führten, um Dritte über den Fortschritt zu informieren.

Die Türkei sagt: Die Anrufe gingen an hochrangige Persönlichkeiten in Riad. 

Wie der derzeitige Stand im Fall Khashoggi ist: 

Saudi-Arabien hat die Auslieferung von zwei hohen Beamten aus dem Umfeld des Kronprinzen Mohammed bin Salman im Zusammenhang mit dem Fall Khashoggi ausgeschlossen. Die Türkei hatte Anfang Dezember gegen Saud al-Kahtani, einem engen Vertrauten des Prinzen, und den Ex-Geheimdienst-Vizechef Ahmed al-Asiri Haftbefehle erlassen.

Den Haftbefehlen zufolge, aus denen die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte, wirft die Staatsanwaltschaft den beiden prominenten Beamten “geplanten und vorsätzlichen Mord” vor. Auch von “Folter” ist die Rede. Die Männer seien unter denjenigen gewesen, die den Mord in Saudi-Arabien geplant hätten.

Die Fahndungs- und Haftbefehle wurden allerdings eher als ein politischer Schachzug bewertet, um den Druck auf Saudi-Arabien aufrecht zu erhalten, als ein aussichtsreiches juristisches Manöver.

Mit Material von dpa.

(vw)