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28/01/2018 11:43 CET | Aktualisiert 28/01/2018 12:56 CET

Gottschalk gibt zu, früher geklaut zu haben und reißt rassistischen Witz

Für ihn ist das wohl eine "Blödelei".

  • TV-Moderator Thomas Gottschalk hat nach seiner Herkunft geforscht
  • Auf Twitter veranlasst ihn das Ergebnis zu einem rassistischen Witz
  • Im Video oben: Gottschalk beleidigt Achtjährigen, weil der Fan von RB Leipzig ist

Wir sind alle Ausländer. Zumindest fast überall auf der Welt. Und wir haben alle Wurzeln in den verschiedensten Regionen der Erde. Das beschäftigte auch TV-Moderator Thomas Gottschalk. Laut einem Tweet hat er seine DNA entschlüsseln lassen.

Demnach stecke in ihm zu 52,2 Prozent ein Osteuropäer, zu 45,1 Prozent ein Nord- und Westeuropäer, zu 1,9 Prozent ein Nordafrikaner und zu 0,8 Prozent ein Nigerianer.

Kriminell und rassistisch

► Das Ergebnis veranlasste Gottschalk offenbar, über seine Vergangenheit nachzudenken – und einen plumpen rassistischen Witz zu reißen.

Der Ex-“Wetten, dass..?”-Moderator schreibt: “Afrika war ja klar. Aber über 50% Prozent Osteuropäer! Deswegen hab ich als Kind so geklaut (sic!).”

Sonderlich komisch findet das außer ihm allerdings niemand.

Ein Twitter-Nutzer kommentiert: “Wie lange muss man eigentlich ‘Spassfernsehen’ gemacht haben, um so einen Mist zu verzapfen? Ich schäm mich für solche ‘Volksunterhalter’ gerade zu Tode.”

 

 Und eine andere schreibt: “Was für ein dämlicher, dummer, xenophober Witz.”

Eine weitere Twitter-Userin kommentiert: “Schenkelklopfer!! Jetzt noch ein Witz über Nigerianer, die im Park Drogen verkaufen und Mario Barth kann einpacken.”

Gottschalk echauffierte sich auch über die #MeToo-Debatte

Geäußert hat sich der 67-Jährige bislang nicht mehr zu seinem Tweet.

► Dass der TV-Moderator aber kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um Sexismus, Vorurteile oder rassistische Sprüche geht, ist nichts Neues.

Erst vor kurzem echauffierte er sich vor dem Hintergrund der #MeToo-Debatte und twitterte: “Bis ich gecheckt habe ob es missverständlich, übergriffig, unsensibel oder political incorrect ist, habe ich vergessen was ich sagen wollte.”

Mehr zum Thema: Gottschalk wettert gegen “political correctness” – so antwortet Böhmermann

“Rumblödeln” vs. Social-Media-Impact

Auch damals erntete Gottschalk mehr Hohn als Verständnis für seine Aussage – zurecht.

Vor einigen Wochen kündigte er seine Twitter-Inszenierung damit an, dass er sich dort “ausblödeln” wolle. Darüber sollte Gottschalk allerdings noch einmal gründlich nachdenken.

Denn wenn einer der bekanntesten deutschen TV-Persönlichkeiten mit seinen “Blödeleien” in einem sozialen Netzwerk Vorurteile und Rassismus befeuert, könnte das größere Auswirkungen haben, als der 67-Jährige vielleicht zu glauben vermag.

(mf)