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18/08/2018 10:08 CEST | Aktualisiert 18/08/2018 10:30 CEST

Göttingen: 18-Jähriger verkauft der Bank 259 falsche Goldbarren – die will mehr

Rund 300.000 Euro soll der junge Mann so ergaunert haben.

  • Ein 18-Jähriger soll der Sparkasse Göttingen falsche Goldbarren verkauft haben.
  • Der Schwindel flog erst auf, als die Sparkasse das Gold weiter verkaufen wollte. 
  • Oben im Video wird erklärt, weshalb Gold so wertvoll ist – und es sich lohnt, sein Geld in Gold zu investieren.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt: Das beweist der Fall eines jungen Mannes aus Göttingen.

Er schaffte es, der lokalen Sparkasse mehr als 250 falsche Goldbarren zu verkaufen. Damit ergaunerte er sich rund 300.000 Euro. Das berichtet die Zeitung “Hannoversche Allgemeine”.

► Im September 2016 soll er das erste Mal das falsche Gold an die Bank verkauft haben. Damals wunderte sich niemand, wie ein so junger Mann an so viel Goldbarren kommen konnte.

Ganz im Gegenteil: Nachdem der heute 20-Jährige 259 nachgemachte Barren und zwei nachgemachten Krügerrand-Münzen verkauft hatte, wollte die Bank noch mehr.

Wie die Zeitung schreibt, soll die Sparkasse bei ihm angerufen haben und ihn nach mehr Gold gefragt haben. Er verkaufte ihr noch einmal 80 Barren. 

Die Bank wollte noch mehr von dem falschen Gold

► Wie “NDR” berichtet, flog der Schwindel erst auf, als die Sparkasse das vermeintliche Gold an ein anderes Geldinstitut verkaufen wollte. 

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Die Echtheit des Goldes soll kein einziges Mal überprüft worden sein.

Experten gehen davon aus, dass der junge Mann das falsche Gold über das Internet aus China bestellt hatte.

In China soll es möglich sein, Metallbarren, Kupfer, Messing oder Wolfram mit hauchdünnem Goldüberzug und täuschend echter Goldbarrenverpackung billig zu erwerben.

Wie Oberstaatsanwalt Andreas Buick der “Hannoverschen Allgemein” sagt, hätten die Behörden noch rund 183.000 Euro sicherstellen können. 

Derzeit wird ermittelt, wie hoch der Schaden für die Göttinger Sparkasse und die anderen Banken ist, die das falsche Gold ebenfalls gekauft hatten. Das Verfahren sei ausgesetzt. Wann ein Urteil gefällt werden kann, ist noch unklar.

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