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18/03/2018 10:13 CET | Aktualisiert 18/03/2018 11:27 CET

Gießen: 79 Hunde sehen nach Rettung zum ersten Mal das Tageslicht

Die Hunde lebten in völliger Verwahrlosung.

  • Tierschützer in Gießen wollten 15 Hunden helfen, am Ende waren es 79
  • Jetzt brauchen die Tierretter eure Hilfe

Als der “Tierschutzverein Gießen und Umgebung” gebeten wurde, 15 Chihuahuas auf einmal bei sich aufzunehmen, werden sich die Tierliebhaber bereits etwas gewundert haben – doch als der Transporter mit den Hunden vorfuhr, trauten die Helfer ihren Augen nicht.

Die Besitzer hatten zuvor gefragt, ob sie die Hunde vorbeibringen könnten und da der Verein genügend Plätze frei hatten, stimmten sie der ungewöhnlichen Bitte zu.

Es fuhr ein alter Transporter vor, der vollgepackt war mit alten verwahrlosten Möbeln – und dazwischen eine ganze Menge kleiner Hunde.

65 Hunde steckten in dem Transporter 

“Es war so unglaublich erschütternd, dass es uns immer noch in den Knochen steckt. Statt knapp über einem Dutzend Kleinhunden schauten uns aus einem vollgepackten Sprinter 130 Augen an! 65 Hunde kamen nach und nach zum Vorschein,“ schreibt ein Mitarbeiter des Vereins auf Facebook.

Die Hunde sollen traumatisiert gewesen sein. Sie hatten anscheinend noch nie vorher das Haus verlassen, in dem sie lebten. Auch der stundenlange Transport in dem Lieferwagen bedeutete für sie reine Panik.

Unter den Hunden waren viele Welpen, die ihre Mutter nicht mehr fanden und völlig verängstigte, hoch trächtige Hündinnen.

Die Hunde lebten in völliger Verwahrlosung

Der Verein sei nicht darauf eingestellt gewesen. Mit maximal 20 Hunden hatten sie gerechnet, jetzt waren es 65. Doch damit nicht genug: Die Tierschützer fanden heraus, dass in dem Haus, aus dem die Hunde kamen, insgesamt 79 von ihnen untergebracht waren.

Laut Angaben der Tierschützer lebten die Tiere dort in völliger Verwahrlosung. Sie durften nie das Haus verlassen und vermehrten sich unkontrolliert.

Durch die Hilfe des Tierschutzvereins sahen viele der Welpen zum ersten Mal Sonnenlicht, konnten im Freien herumlaufen und erhielten einen eigenen Fressnapf.

Die Tierschützer benötigen eure Hilfe

Die Tiere wurde mittlerweile auf die umliegenden Tierheime verteilt, und die Hunde erholen sich anscheinend gut. Die hohe Anzahl der Tiere auf einen Schlag ist jedoch für die Heime allein nur schwer zu bewältigten.

“Aktuell brauchen wir DRINGEND NASSFUTTER (idealerweise hochwertiges Junior-Futter)! Für anstehende Behandlungen und all die nötigen Impfungen sind wir auch auf FINANZIELLE HILFE angewiesen”, schreibt der “Tierschutzverein Gießen und Umgebung” auf seiner Facebook-Seite.

Wenn ihr den Tieren und den Rettern helfen wollt, könnt ihr es hier tun.

Spendenkonto Tierschutzverein Gießen und Umgebung:
IBAN: DE76 5135 0025 0200 5054 24
Sparkasse Gießen

Oder per PayPal an info@tsv-giessen.de

Für das Tierheim Marburg:
IBAN: DE80 5335 0000 0000 0091 99
Sparkasse Marburg-Biedenkopf.

Für das Tierheim Alsfeld:
IBAN DE57 5185 0079 0304 0472 91
Sparkasse Oberhessen

Hier findet ihr auch eine Amazon-Liste, mit vielen Dingen, die die Tierschützer für die Welpen benötigen.

(jn)